25 April 2026, 16:14

Wiesbaden wird zur Bühne: Wie das Staatstheater die Stadt neu erfindet

Außenansicht des Ensemble Theaters in San Francisco mit Glaswänden, einer sitzenden Person auf dem Bürgersteig, einem Fahrrad, einem Schild, einem Straßenpfahl, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Wiesbaden wird zur Bühne: Wie das Staatstheater die Stadt neu erfindet

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden startet mit einer kühnen Vision in die Spielzeit 2026/2027. Unter dem Motto "Wem gehört die Stadt?" will das Theater die Grenzen zwischen Künstlern und Publikum aufbrechen. Sein Programm reicht weit über die Bühne hinaus und verwandelt die gesamte Stadt in einen Ort für Kunst und Dialog.

Den Auftakt macht Carl Orffs "Carmina Burana" – eine groß angelegte Produktion mit über 200 Mitwirkenden. Diese spektakuläre Eröffnung setzt den Ton für ein Jahr ehrgeiziger Projekte, darunter die "Sinfonie für 100 Bürger:innen", bei der Wiesbadener Einwohner:innen selbst auf der Bühne stehen und traditionelle Rollen neu definieren.

Das Theater holt die Kunst auch dorthin, wo man sie nicht erwartet. "Metropolis Wiesbaden" lässt Schauspieler:innen und Musiker:innen durch öffentliche Räume ziehen und bringt so Kunst zu Menschen, die vielleicht nie eine klassische Vorstellung besuchen würden. Opern-Flashmobs werden an ungewöhnlichen Orten auftauchen und Passant:innen mit spontanen Aufführungen überraschen.

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Im Wartburg, dem Hauptspielort des Theaters, steht der Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart im Mittelpunkt. Das Musiktheaterprogramm erkundet zeitübergreifende Verbindungen, während sich das Hessische Staatsballett modernen Werken widmet. Ziel ist es, die Wartburg zu einem lebendigen Begegnungsort zu machen – jenseits herkömmlicher Theaterkonzepte.

Indem es Kunst und öffentliches Leben verschmelzen lässt, schafft das Theater einen Resonanzraum. Die neue Spielzeit stellt die Trennung zwischen Künstlern und Publikum infrage und macht Wiesbaden selbst zur Bühne. Die Bürger:innen erhalten die Chance, das kulturelle Gesicht der Stadt auf unerwartete Weise mitzugestalten.

Quelle