Windenergie in Dermbach: Bürger fordern mehr Mitsprache bei 40 geplanten Vorranggebieten
Philipp LangeWindenergie in Dermbach: Bürger fordern mehr Mitsprache bei 40 geplanten Vorranggebieten
In der Gemeinde Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung statt, um über Windenergie zu diskutieren. Rund 100 Teilnehmer, darunter Gemeinderäte und Vertreter einer Bürgerinitiative, nahmen an der Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt standen das ausgewiesene Windvorranggebiet W 14 sowie der vorgesehene Teilflächennutzungsplan für Windenergie in der Region.
Der zweite Entwurf des Teilplans sieht 40 neue Windvorranggebiete vor, die insgesamt etwa 7.483 Hektar umfassen. Während der Fragerunde überwogen kritische Stimmen: Anwohner äußerten Bedenken hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen, Landschaftsverbrauch und fehlender Lösungen zur Energiespeicherung.
Bürgermeister Thomas Hugk eröffnete die Diskussion mit dem Hinweis, sowohl Chancen als auch Risiken abzuwägen. Landrat Dr. Michael Brodführer pflichtete ihm bei und bezeichnete Windenergie als ein polarisierendes Thema, betonte jedoch das gemeinsame Ziel, die positive Entwicklung des Landkreises voranzutreiben.
Anwohner forderten eine direkte Bürgerbeteiligung oder ein Bürgerentscheid über Windenergieprojekte. Die Bürgerinitiative „Keine Windräder im Wald“ aus Stadtlengsfeld bot an, Bürgern bei der Formulierung und Einreichung von Stellungnahmen und Einsprüchen zu helfen. Die Veranstaltung dauerte über zwei Stunden, wobei Bürgermeister Hugk sich später für die weitgehend konstruktive und respektvolle Debatte bedankte.
Die Versammlung bot den Bürgern eine Plattform, um ihre Sorgen zu äußern und Mitsprache bei Entscheidungsprozessen einzufordern. Der vorgeschlagene Teilplan mit seinen 40 Vorranggebieten bleibt weiterhin in der Diskussion. Die lokalen Verantwortlichen rufen weiterhin zur aktiven Mitgestaltung der energetischen Zukunft der Region auf.






