28 June 2026, 08:10

Windkraft bricht 2015 alle Rekorde – wie Deutschland die Energiewende beschleunigt

Was passiert während Sturmböen in Deutschland?

Windkraft bricht 2015 alle Rekorde – wie Deutschland die Energiewende beschleunigt

Deutschland hat bei den erneuerbaren Energien erhebliche Fortschritte gemacht – dabei spielt die Windkraft eine zentrale Rolle. Am 18. November 2015 deckten Ökostromquellen 56 Prozent des deutschen Strombedarfs und setzten damit einen neuen Maßstab. Dieser Erfolg unterstreicht das rasante Wachstum grüner Energie im nationalen Stromnetz.

Schon 2004 hatte Deutschland sich das Ziel gesetzt, bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent erneuerbarer Energien am Strommix zu erreichen. Doch bereits 2015 wurde dieses Vorhaben übertroffen: Selten lag der Ökostromanteil an einem beliebigen 24-Stunden-Zeitraum unter 20 Prozent. Später wurde das Ziel auf 35 Prozent bis 2020 angehoben.

Die Windenergie war dabei ein entscheidender Treiber. 2014 erzeugte Deutschland über 29 Gigawatt (GW) Windstrom – damals ein Rekord. Dieser Wert wurde im November 2015 noch einmal übertroffen, als die Windkraftleistung auf 32,6 GW stieg.

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An dem Tag mit dem Rekordwert produzierten konventionelle Kraftwerke zwar noch 25 GW, etwa 10 GW wurden exportiert. Doch die hohe Windstromerzeugung in Deutschland zwang österreichische fossile Kraftwerke, ihre Leistung zu erhöhen, um das Netz zu stabilisieren. Die Kosten für die Netzstabilisierung beliefen sich 2015 auf schätzungsweise 500 Millionen Euro.

Der Boom der erneuerbaren Energien hat die deutsche Stromversorgung grundlegend verändert. Wind- und andere Ökoenergien tragen mittlerweile regelmäßig einen großen Teil zur Stromerzeugung bei. Mit dem Wandel gehen jedoch auch neue Herausforderungen einher – darunter steigende Kosten für das Netzmanagement.

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