29 April 2026, 08:47

Wirtschaftsvereinigung fordert radikale Kehrtwende in der deutschen Energiepolitik

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wirtschaftsvereinigung fordert radikale Kehrtwende in der deutschen Energiepolitik

Eine führende deutsche Wirtschaftsvereinigung fordert grundlegende Reformen in der Energie- und Klimapolitik des Landes. Die Initiative Zukunftswirtschaft Deutschland e.V. (IZW) warnt, dass die aktuellen Ansätze weder die steigenden Kosten in den Griff bekommen noch den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht werden. Ihre Präsidentin, Andrea Thoma-Böck, verglich die deutsche Strategie mit der Behandlung von Krebs mit Vitaminpräparaten – wirkungslos und fehlgeleitet.

Die IZW kritisierte die anstehenden Koalitionsgespräche dafür, in einer "Weiter-so"-Mentalität verhaftet zu bleiben. Laut der Vereinigung werde damit der dringende Reformbedarf bei der Energiewende ignoriert. Trotz des Ausbaus erneuerbarer Energien stiegen die Strompreise und Energiekosten weiter an.

Die Organisation schlug fünf alternative Strategien vor, die mit dem Status quo brechen sollen. Dazu gehört eine Neuausrichtung der Energiewende, die von unabhängigen Fachleuten und nicht von politischen Interessen gesteuert werden soll. Thoma-Böck betonte, dass die Klimapolitik an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet sein müsse – und nicht gegen sie arbeiten dürfe.

Um die Strompreise zu stabilisieren und die Energiewende anzupassen, legte die IZW zehn Sofortmaßnahmen vor. Ihre Empfehlungen setzen auf Realismus, eine globale Perspektive und eine ergebnisorientierte Herangehensweise. Entscheidungen sollten sich an Effizienz und den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft orientieren, argumentiert die Vereinigung.

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Die Vorschläge der IZW fordern einen Kurswechsel hin zu Vernunft, Praktikabilität und wirtschaftlichem Sachverstand in der Energiepolitik. Mit den "zehn Erste-Hilfe-Maßnahmen" soll die Kostenspirale gebremst werden, ohne die Energiewende aus dem Blick zu verlieren. Ohne Kurskorrektur riskiere Deutschland weitere finanzielle Belastungen und wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung, warnt die Gruppe.

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