Zukunft des Flamme-Areals in Fürth: Kultur oder Kommerz?
Die Schließung des Möbelhauses Flamme in Fürth hat eine Debatte über die Zukunft des 14.000 Quadratmeter großen Geländes ausgelöst. Die Grünen, angeführt von Thomas Müller, setzen sich für soziokulturelle Projekte in dem historischen Backsteingebäude aus den 1930er-Jahren ein, während die Stadtverwaltung kommerzielle Nutzungsmöglichkeiten prüft. Eine entscheidende Weichenstellung wird auf der Sitzung des Wirtschafts- und Liegenschaftsausschusses am 9. März diskutiert.
Die Grünen fordern, dass die Stadt eine aktive Rolle bei der Gestaltung des Flamme-Möbel-Areals übernimmt. Sie schlagen einen direkten kommunalen Kauf vor, um das Gebäude zu erhalten und eine öffentliche Nutzung zu sichern. Ihre Pläne umfassen soziokulturelle Initiativen – mit dem Argument, dass die Lage in der Nähe der Bundesstraße B8 und des öffentlichen Nahverkehrs großes Potenzial biete.
Wirtschaftsreferent Horst Müller zeigt sich hingegen skeptisch. Er hinterfragt die Umsetzbarkeit der Grünen-Ideen und verweist auf die immense Größe des Geländes sowie die voraussichtlich hohen Kaufkosten. Müller bevorzugt eine Rückkehr zu einer klassischen gewerblichen Nutzung und hat eine Wohnbebauung ausgeschlossen.
Bisher liegen keine Details zur Kriegsgeschichte des Gebäudes oder dessen Auswirkungen auf die lokale Infrastruktur vor. Auch der geforderte Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben, sodass unklar bleibt, ob sich ein Käufer finden wird.
Die Stadtverwaltung hat noch keine konkreten Schritte für die Entwicklung des Areals vorgelegt. Die Grünen, die sich als die Grüne Partei identifizieren, bestehen darauf, dass die Zukunft des Geländes nicht allein privaten Investoren überlassen werden dürfe. Das Ergebnis der Sitzung am 9. März wird zeigen, wie Fürth mit diesem wichtigen innerstädtischen Raum weiter verfährt.






