23 June 2026, 22:09

Zulieferer wie Schaeffler kämpfen mit dem Wandel zur E-Mobilität und sinkenden Margen

Schaeffler-Geschäftsführer beschwert sich: Kann Preisdruck nicht ausgleichen

Zulieferer wie Schaeffler kämpfen mit dem Wandel zur E-Mobilität und sinkenden Margen

Die Automobilindustrie durchlebt einen tiefgreifenden Wandel, da Elektrofahrzeuge und autonomes Fahren die Nachfrage umgestalten. Zulieferer wie Schaeffler, das 2016 mit Getrieben und Motorkomponenten noch 10,33 Milliarden Euro Umsatz erzielte, sehen sich nun einem sich verändernden Markt gegenüber. Diese traditionellen Geschäftsbereiche geraten durch die zunehmende Elektrifizierung unter Druck.

Erst kürzlich gab Schaeffler eine Gewinnwarnung für 2017 heraus. Das Unternehmen senkte seine Zielmarge vor Steuern von 13 auf nun 11 bis 12 Prozent. CEO Klaus Rosenfeld begründete dies damit, dass das Unternehmen die Preisdruck der Automobilhersteller nicht länger durch weitere Produktionskostensenkungen auffangen könne.

Volkswagens strenge Sparmaßnahmen und die finanzielle Belastung durch den Abgasskandal verschärfen die Situation für die Zulieferer zusätzlich. Rosenfeld betonte, dass die gesamte Zuliefererbranche vor derselben Herausforderung stehe: die Kostenvorgaben der Hersteller mit den notwendigen Investitionen in neue Technologien in Einklang zu bringen.

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Der Markt reagierte prompt auf Schaefflers Warnung – die Aktien des Unternehmens und anderer Zulieferer gaben nach. Konkurrenten wie Continental und Hella räumten zwar anhaltenden Kostendruck ein, erklärten jedoch, dieser habe sich zuletzt nicht weiter verschärft. Ein Branchenkenner bestätigte, dass die Zulieferer zunehmend unter den Forderungen der Automobilhersteller leiden.

Die angepasste Gewinnprognose von Schaeffler spiegelt die grundlegenden Herausforderungen der Branche wider. Traditionelle Einnahmequellen wie Getriebe und Motorteile verlieren an Bedeutung, während die Elektrifizierung voranschreitet. Die Zulieferer müssen sich nun anpassen, um in einer sich rasant wandelnden Industrie profitabel zu bleiben.

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