15-Megawatt-Batteriespeicher in Pfaffenhofen stabilisiert künftig das Stromnetz
Lotta Schulte15-Megawatt-Batteriespeicher in Pfaffenhofen stabilisiert künftig das Stromnetz
Neues Großspeicherprojekt in Pfaffenhofen an der Ilm: 15-Megawatt-Batteriesystem stabilisiert Stromnetz
In Pfaffenhofen an der Ilm entsteht ein neues großflächiges Batteriespeichersystem. Die Bayernwerk Natur GmbH hat die Intilion AG mit dem Bau der 15-Megawatt-Anlage beauftragt, die künftig zur Stabilisierung des lokalen Stromnetzes beitragen soll. Die Bauarbeiten begannen Anfang dieses Monats, nachdem das Projekt am Montag offiziell angekündigt wurde.
Das System wird am Umspannwerk Reisgang errichtet, wo mit einem Spatenstich der Baubeginn gefeiert wurde. Die Anlage ist als modulare Containerlösung konzipiert und umfasst Batterieeinheiten, Wechselrichter und Transformatoren. Intilion setzt auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien, die für ihre Sicherheit und Langlebigkeit bekannt sind.
Der Speicher übernimmt zwei zentrale Funktionen: Er kann Primärregelleistung bereitstellen, um die Netzfrequenz innerhalb von Sekunden auszugleichen, und überschüssige Energie in Spitzenzeiten speichern, um sie bei erhöhtem Bedarf wieder abzugeben.
Die Steuerung der Anlage übernimmt die hauseigene Technologie von Intilion. Die Application Unit (IAU) dient als zentrale Steuereinheit, verbindet externe Systeme und sorgt für die Einhaltung der Netzvorgaben. Die Control Unit (ICU) vernetzt hingegen alle Komponenten, regelt die Wechselrichter und Klimatisierung und überwacht den Brandschutz. Das Unternehmen rechnet damit, dass das System noch in diesem Jahr in Betrieb geht.
Mit einer Kapazität von 30 Megawattstunden wird die Anlage nach ihrer Inbetriebnahme die Netzstabilität in der Region unterstützen. Die Bayernwerk Natur zeichnet für den Betrieb verantwortlich, während Intilion für Installation, Inbetriebnahme und die laufende Wartung zuständig bleibt. Das Projekt reiht sich in zwei weitere Intilion-Speicherstandorte ein, die derzeit in Mainz und Wiesbaden entstehen und 2027 fertiggestellt werden sollen.






