15 May 2026, 18:19

it-sa 2024: Wie KI und NIS2 die Cybersicherheit revolutionieren

Eine Gruppe von Menschen an einem Messestand für IT-Cube Systems Forum Orange Cyber Security, mit sitzenden und stehenden Teilnehmern, einem Anzeigebildschirm, Regalen mit Gegenständen, Schildern und Deckenleuchten.

it-sa 2024: Wie KI und NIS2 die Cybersicherheit revolutionieren

Die it-sa, Leitmesse für IT-Sicherheit, hat ihre jüngste Ausgabe beendet – und präsentierte dabei die wichtigsten Branchenentwicklungen und Innovationen. In Nürnberg abgehalten, hat sich die Veranstaltung seit ihrem Start deutlich vergrößert: Während 2009 noch 250 Aussteller vertreten waren, zählte die Messe diesmal 850. Experten diskutierten über die wachsende Rolle von KI, regulatorische Änderungen und den Bedarf an stärkeren digitalen Abwehrmechanismen in einer zunehmend vernetzten Welt.

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Regierungsvertreter betonten die Dringlichkeit von Cybersicherheit in öffentlichen und privaten Sektoren. Martin Schöffer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, forderte eine proaktive Haltung angesichts der sich weiterentwickelnden digitalen Bedrohungen. Friederike Dahns, Leiterin der Abteilung Cyber- und Informationssicherheit im Bundesinnenministerium, ergänzte, dass die Aufrechterhaltung der digitalen Infrastruktur entscheidend sei – insbesondere, da KI den Energiebedarf neuer Rechenzentren in die Höhe treibe.

Auch Branchenführer äußerten sich zu den aktuellen Herausforderungen. Udo Littke, Präsident des Digitalverbands Bitkom, wies darauf hin, dass die IT-Branche trotz wirtschaftlicher Belastungen optimistisch in die digitale Transformation blicke. Gerhard Schabhäuser, Vizepräsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), hob den Erfolg des „Betroffenheits-Checks“ hervor, ein Tool, das bereits über 100.000 Mal genutzt wurde, um Unternehmen auf die NIS2-Richtlinie vorzubereiten.

Künstliche Intelligenz stand im Mittelpunkt der Debatten über die Zukunft der Cybersicherheit.Dr. Norbert Pohlmann, Vorsitzender des IT-Sicherheitsverbands TeleTrusT, erläuterte, wie Automatisierung Fachkräften durch die Übernahme komplexer Analysen die Arbeit erleichtere. Michael Schröder, Manager für Sicherheitsgeschäftsstrategie bei Eset, stellte den „KI-Berater“ vor – ein Werkzeug, das Vorfallsuntersuchungen und Datenverarbeitung beschleunigen soll. Peter Neumeier, Channel-Sales-Direktor bei Eset, verwies zudem auf einen Trend hin zu gebündelten Dienstleistungen, die Sicherheit mit umfassenderen IT-Lösungen verbinden.

Für Partner und Anbieter zeichnen sich neue Strategien ab. Jens Pälmer, Channel-Chef von CrowdStrike für Mittel- und Osteuropa, präsentierte ein dreistufiges Partnerprogramm, das die Dienstleistungsbereitschaft verbessern soll. René Hofmann, Geschäftsführer von Securepoint, prognostizierte, dass klarere NIS2-Vorgaben im Jahr 2024 mehr Kundeninvestitionen in Cybersicherheitsmaßnahmen anregen werden.

Die Messe unterstrich sowohl das rasante Wachstum des Cybersicherheitssektors als auch den dringenden Anpassungsbedarf. Da KI die Bedrohungserkennung revolutioniert und Regelwerke wie NIS2 bevorstehen, stehen Unternehmen und Behörden vor einem entscheidenden Jahr. Tools wie der „Betroffenheits-Check“ und KI-gestützte Lösungen erweisen sich bereits heute als unverzichtbar, um diese Herausforderungen zu meistern.

Quelle