24/7-Rettungshubschrauber in Suben soll Leben an der bayerisch-oberösterreichischen Grenze retten
Philipp Lange24/7-Rettungshubschrauber in Suben soll Leben an der bayerisch-oberösterreichischen Grenze retten
Neuer grenzüberschreitender Rettungshubschrauber-Dienst soll Notfallversorgung zwischen Bayern und Oberösterreich verbessern
Behördenvertreter aus Bayern und Oberösterreich haben sich getroffen, um die Pläne für eine rund um die Uhr besetzte Hubschrauberstation in Suben nahe der deutschen Grenze final zu besiegeln. Das Projekt soll eine kritische Lücke in der nächtlichen Rettungsabdeckung Westösterreichs schließen.
Der Freistaat Bayern und Oberösterreich arbeiten seit 2002 in der Luftrettung zusammen. Nun erweitern sie diese Kooperation um einen 24-Stunden-Hubschraubereinsatz. Als Standort für die neue Basis ist Suben vorgesehen, eine Gemeinde an der Grenze zu Niederbayern.
Die Initiative ist das Ergebnis jahrelanger Bemühungen lokaler Führungskräfte. Oberbürgermeister Jürgen Dupper und Landrat Raimund Kneidinger hatten sich für eine Ausweitung der Betriebszeiten eingesetzt. Unterstützung erhielten sie von Landesrätin Christine Haberlander, die an den jüngsten Gesprächen teilnahm. Ein durchgehender Betrieb erfordert speziell geschulte Teams, modernisierte Hubschrauber und fortschrittliche Luftfahrttechnik. Die ÖAMTC-Flugrettung wird gemeinsam mit den bayern Rettungsdiensten den Betrieb vom Flugplatz Suben/Schärding aus steuern. Ziel ist es, ab 2026 durchgehende Flüge anzubieten – doch rechtliche, finanzielle und organisatorische Hürden müssen noch überwunden werden. Bei einem aktuellen Treffen diskutierten die Verantwortlichen diese Herausforderungen, darunter Fragen der Finanzierung, Personalbeschaffung und grenzüberschreitenden Abstimmung. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Region dringend eine zuverlässige nächtliche Rettungslösung benötigt.
Die Basis in Suben wird zum ersten 24/7-Rettungshubschrauber-Stützpunkt mit grenzüberschreitendem Einsatz in der Region. Sobald sie in Betrieb geht, ermöglicht sie schnellere Notfalleinsätze für Einwohner auf beiden Seiten der Grenze. Das Projekt markiert einen bedeutenden Schritt zur Stärkung der regionalen Notfallversorgung.