Abschied vom Stinesser-Lift: Ein Allgäuer Skisymbol verschwindet für immer
Emil KrügerAbschied vom Stinesser-Lift: Ein Allgäuer Skisymbol verschwindet für immer
Ein langjähriger Sessellift in Fischen im Allgäu wird bald aus der Landschaft verschwinden. Der Stinesser-Lift, ein bekanntes Wahrzeichen im Herzen des Dorfes, soll diesen Herbst abgerissen werden. Mit seinem Rückbau bleibt in der Region nur noch eine funktionierende Liftanlage übrig.
Der Stinesser-Lift war jahrzehntelang ein bescheidenes, aber wichtiges Stück der lokalen Skigeschichte. Anders als große Skigebiete bediente er vor allem regionale Wintersportbegeisterte und Hobby-Skifahrer statt Spitzenathleten. Zwar war er kein zentraler Trainingsort für Profis, doch einst nutzten die Deutschen Skinationalmannschaften die Pisten unterhalb des Maderhalm-Viertels.
Der Betrieb des Lifts war nicht immer einfach. Besonders schneereiche Winter erschwerten die Instandhaltung und machten den Erhalt der Anlage zu einer Herausforderung. Einheimische wie Toni Vogler erinnern sich gern an seine Geschichte und nennen ihn manchmal liebevoll Däpperle.
Nach dem Abriss bleibt nur noch der Buckelwiesen-Lift in Betrieb. Die Entscheidung markiert das Ende einer Ära für Fischens kleinere Skieinrichtungen und verlagert den Fokus auf die verbliebene Liftanlage für den Wintersport in der Region.
Mit dem Rückbau des Stinesser-Lifts schrumpft Fischens Skistruktur auf einen einzigen funktionierenden Sessellift. Der Buckelwiesen-Lift wird künftig den gesamten lokalen Skibetrieb übernehmen. Für viele bedeutet der Wandel das leise Aus eines langjährigen Gemeinschaftssymbols.






