Abstiegskampf in der Regionalliga durch umstrittene Sportgerichts-Entscheidungen auf den Kopf gestellt
Johanna PetersAbstiegskampf in der Regionalliga durch umstrittene Sportgerichts-Entscheidungen auf den Kopf gestellt
Aktuelle Entscheidungen des Sportgerichts haben den Abstiegskampf in der Regionalliga durcheinandergebracht. Die Vereine aus Ludwigshafen, Dudenhofen und Eisbachtal sehen sich nun mit einer veränderten Situation im Kampf um den Klassenverbleib konfrontiert. Zwei umstrittene Auswechselfälle führten zu Strafen, die die Tabelle nur noch vier Spieltage vor Saisonende entscheidend veränderten.
Im ersten Fall hatte der FV Diefflen im Spiel gegen den SC Idar-Oberstein eine sechste Auswechslung vorgenommen. Das Sportgericht entschied zugunsten Idar-Obersteins, sprach dem Klub einen 2:0-Sieg zu und wertete die Partie für Diefflen mit 0:2. Diese Entscheidung verschaffte Idar-Oberstein einen wichtigen Vorteil im Abstiegskampf.
In einem weiteren Fall setzte der FC Cosmos Koblenz im Derby gegen Rot-Weiss Koblenz einen vierten Wechselspieler ein. Das Gericht zog Cosmos zwar drei Punkte ab, ließ das ursprüngliche 2:1-Ergebnis jedoch bestehen. Anders als Diefflen bleibt Cosmos damit sicher im Mittelfeld und hat vorerst keine Abstiegsängste.
Die Urteile sorgten für Widersprüche, da ähnliche Verstöße unterschiedlich geahndet wurden. Der SC Idar-Oberstein profitierte am stärksten: Mit drei zusätzlichen Punkten überholte der Klub den FV Diefflen in der Tabelle. Rot-Weiss Koblenz und Cosmos Koblenz hingegen blieben außerhalb der Abstiegsränge.
Die Entscheidungen des Sportgerichts haben die Abstiegsfrage direkt beeinflusst. Mit nur noch vier Spielen führt Idar-Oberstein nun vor Diefflen. Die uneinheitlichen Strafen werfen jedoch Fragen zur Gerechtigkeit bei der Regelanwendung in der Liga auf.






