30 April 2026, 00:28

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf zum Boykott auf – was hinter dem Berliner Eklat steckt

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße bei einer Demonstration, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein Gebäude mit Fenstern, Bögen, Säulen und Skulpturen.

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf zum Boykott auf – was hinter dem Berliner Eklat steckt

Drei Politiker der AfD sollen aus einer Berliner Kneipe gewiesen worden sein – wegen ihrer Parteizugehörigkeit. Der Vorfall ereignete sich am 14. April und wurde am Mittwoch von der Bild aufgegriffen. Für Maximilian Krah, einen der betroffenen Abgeordneten, ist dies nicht das erste Mal, dass er wegen seiner Parteimitgliedschaft auf Ablehnung stößt.

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Die Auseinandersetzung spielte sich im Gaffel Haus, einer Kneipe in Berlin, ab. Zunächst wurden Maximilian Krah und Philipp-Anders Rau von den Mitarbeitern aufgefordert, das Lokal zu verlassen. Als ihr Kollege Steffen Janich nachfragte, warum die Entscheidung getroffen worden sei, wurde auch er hinausgebeten. Die Leitung der Kneipe hat bisher nicht auf eine Anfrage der Bild reagiert.

Krah rief später seine Anhänger dazu auf, die Gaststätte zu boykottieren. Er schlug vor, dass Kunden durch gezielte Ausgaben elsewhere – also in anderen Lokalen – die Einnahmen des Betriebs beeinträchtigen könnten.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Kontroversen um Krah ein. Bereits im März hatte die Leipziger Buchmesse ihre Einladung an ihn zurückgezogen, auf der er seinen Roman Die Reise nach Europa hätte vorstellen sollen – offiziell wegen Sicherheitsbedenken, was Krah jedoch als Vorwand zurückwies. Ende Februar hatte zudem die Regensburger Druckerei Friedrich Pustet die Zusammenarbeit mit dem Wiener Castrum Verlag beendet, der ein Buch Krahs veröffentlichen wollte.

Die Entscheidung der Kneipe passt in ein Muster wachsender Ablehnung gegen Krah und seine Partei. Frühere Vorfälle umfassten Absagen von Buchmessen und Verlagen. Die jüngste Verweisung unterstreicht die anhaltenden Spannungen, mit denen AfD-Mitglieder in öffentlichen Räumen konfrontiert sind.

Quelle