25 June 2026, 14:14

Audi-Technikvorstand Stefan Knirsch tritt nach Diesel-Skandal zurück

Audi: Mit Knirsch haben sie eine Ziege in einen Gärtner verwandelt

Audi-Technikvorstand Stefan Knirsch tritt nach Diesel-Skandal zurück

Audis Technikvorstand Stefan Knirsch hat das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlassen. Sein Rücktritt erfolgt nach Ermittlungen, die nahelegen, dass er über Software-Manipulationen bei Dieselmotoren des Herstellers informiert war. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt zudem gegen 30 Beschuldigte, darunter Audi-Ingenieure, im Zusammenhang mit dem Abgasskandal.

Knirsch begann seine Karriere bei Audi 1990 und kehrte 2013 als Leiter der Motorenentwicklung zurück. Ende 2015 wurde er Technikvorstand und stieg im Dezember 2016 in den Vorstand auf. Damals lobte Konzernchef Rupert Stadler seine Kreativität und Führungsstärke.

Vor seiner Berufung in den Vorstand unterzeichnete Knirsch eine Erklärung, in der er versicherte, vor September 2015 keine Kenntnis von den Diesel-Manipulationen gehabt zu haben. Eine spätere Untersuchung einer US-Anwaltskanzlei förderte jedoch Belastungsmaterial zutage, das ihn mit dem Skandal in Verbindung bringt.

Die Folgen der Affäre belasten Audi und Volkswagen weiterhin. Erst kürzlich lehnten US-Behörden den Rückrufplan des Herstellers für Fahrzeuge mit unzulässiger Software ab. Das Unternehmen muss nun bis zum 24. Oktober einen überarbeiteten Vorschlag einreichen.

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Die Volkswagen Gruppe hatte gehofft, den Skandal bis September 2017 hinter sich lassen zu können. Doch die Auswirkungen halten an: Beide Marken verlieren seit 2015 Marktanteile an die Konkurrenz.

Knirschs Abgang ist ein weiterer Höhepunkt im anhaltenden Abgasskandal. Audi steht nun unter Zeitdruck, um regulatorische Bedenken auszuräumen. Die Ermittlungen der deutschen Staatsanwaltschaft laufen derweil weiter.

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