28 January 2026, 16:58

Bauernpaar stellt Oktoberfest-Tradition auf den Kopf – und bewirbt sich direkt um Top-Zelte

Eine Menschenmenge, die eine von Zelten, Fahrzeugen und Bäumen gesäumte Straße entlanggeht, mit einem Bogen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund und Polen mit Fahnen auf der linken Seite, wahrscheinlich das Oktoberfest in München, Deutschland darstellend.

Rennen um Oktoberfest-Zelt-Tickets - Bauernpaar stellt Oktoberfest-Tradition auf den Kopf – und bewirbt sich direkt um Top-Zelte

Der Wettlauf um die begehrten Oktoberfest-Zeltplätze hat bereits begonnen – fast neun Monate vor dem Start des Festes. Gastwirte reichen ihre Bewerbungsschreiben ein, und in diesem Jahr hat ein Bauernpaar mit einem ungewöhnlichen Schritt für Aufsehen gesorgt: Es bewirbt sich direkt um zwei der meistumkämpften Standorte.

Diese Herausforderung der Tradition könnte die Vergabe der Zeltplätze in Zukunft verändern.

Alexander Egger und seine Frau Katrin Wickenhäuser-Egger haben sich um die Leitung der Paulaner- und der Bräurosl-Zelte auf dem Oktoberfest 2025 beworben. Ihr direkter Vorstoß bricht mit dem üblichen Verfahren, bei dem Münchens große Brauereien die Wirte für ihre jeweiligen Festzelte auswählen und die Stadt diese Auswahl lediglich prüft.

Beim Paulaner-Zelt steht ohnehin ein Wechsel an, da die aktuelle Wirtin zurücktritt. Doch die Eggers gehen noch einen Schritt weiter: Sie sind die ersten, die offen bestimmte Plätze ansteuern, statt auf die Zustimmung der Brauereien zu warten. Katrin Wickenhäuser-Egger erklärte, dass sich Wirte für verschiedene Zelte bewerben könnten – nun warte man ab, wie die Stadt reagieren werde.

Die Paulaner-Brauerei betonte, man halte sich an die langjährigen Richtlinien der Stadt für die Zeltvergabe. Unterdessen wies der Anwalt der Eggers, Maximilian Schmid, jede Andeutung einer Kontroverse zurück. Er bezeichnete ihre Bewerbung als standardmäßigen Antrag und erklärte, die Entscheidung liege nun bei der Stadt.

Sollten die Behörden dem Antrag der Eggers stattgeben, könnte dies die künftige Vergabe der Oktoberfest-Zeltplätze grundlegend verändern.

Die Stadt muss nun die Bewerbung des Paares prüfen und entscheiden, ob sie den Antrag genehmigt. Bei Erfolg könnte dieser Schritt einen Präzedenzfall schaffen, der die Art und Weise verändert, wie Wirte künftig die begehrtesten Plätze auf dem Oktoberfest sichern. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Tradition Bestand hat – oder ob ein offeneres System an ihre Stelle tritt.