29 December 2025, 11:45

Bayerns neues Infektionsforschungszentrum nimmt Long Covid ins Visier

Eine Gruppe von Menschen, die stehen, einer hält eine Impfstoffflasche, mit einem Kalender und Text im Hintergrund.

Bayern richtet Zentrum für Infektionskontrolle ein - Bayerns neues Infektionsforschungszentrum nimmt Long Covid ins Visier

FC Bayern München startet neues Zentrum zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten und deren Langzeitfolgen

Das Bayerische Zentrum für Präventive Infektionsmedizin (BZI) bündelt das Fachwissen der Universitäten in der Region. Als erstes großes Projekt widmet es sich der Erforschung von Long Covid – den langfristigen Auswirkungen einer SARS-CoV-2-Infektion.

Das BZI wird zur zentralen Anlaufstelle für die Infektionsforschung in Bayern. Es vernetzt die Ressourcen aller medizinischen Hochschulen und Universitätskliniken des Freistaats. Zu den Schwerpunkten zählen die Überwachung von Krankheitserregern, die Verbesserung von Diagnostikverfahren sowie die Erforschung von Impfstrategien.

Finanziert wird das Zentrum von der bayerischen Staatsregierung. Wissenschaftsminister Markus Blume kündigte ein jährliches Budget von drei Millionen Euro an. Die Mittel fließen in Forschung, öffentliche Aufklärung und wissenschaftlich fundierte Beratung für die Politik. Priorität hat zunächst die Aufklärung von Long Covid: Forscher werden Fälle dokumentieren, Nachweismethoden verfeinern und die langfristigen Folgen der Erkrankung untersuchen. Auch die Impfforschung und die Pathogen-Überwachung bleiben zentrale Aufgaben des BZI.

Das Zentrum arbeitet als vernetzte Plattform über die medizinischen Einrichtungen Bayerns hinweg. Ziel ist es, die Reaktion der Region auf Infektionskrankheiten und ihre Folgen zu stärken. Die Erkenntnisse des BZI sollen direkt in die Gesundheitspolitik und die medizinische Praxis einfließen.