29 December 2025, 17:35

Bayerns Wirtschaft kämpft weiter – 2026 droht das zweite Minusjahr in Folge

Ein Mercedes-Auto im Vordergrund mit einem Himmel im Hintergrund.

Wirtschaftsausblick: Schwaches Wachstum der bayerischen Wirtschaft im Jahr 2026 - Bayerns Wirtschaft kämpft weiter – 2026 droht das zweite Minusjahr in Folge

Bayerns Wirtschaft bleibt in der Krise – 2026 droht das zweite Jahr mit Schrumpfung

Die Wirtschaft in Bayern kämpft weiterhin mit Absatzproblemen: Prognosen sagen für 2026 ein zweites Jahr in Folge mit rückläufigem Wachstum voraus. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um ein Prozent im Jahr 2024 wird erst für 2027 ein bescheidenes Plus von 0,7 Prozent erwartet. Unterdessen fordern Wirtschaftsvertreter die Bundesregierung auf, endlich entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, um die Talfahrt zu stoppen.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), warnte, dass hohe Energiekosten, steigende Lohnnebenkosten und übermäßige Bürokratie nach wie vor die größten Hindernisse darstellten. Zwar könnte Bayern den Tiefpunkt der Rezession durchschritten haben, doch tiefgreifende strukturelle Probleme blockierten weiterhin eine Erholung. Die vbw fordert von Berlin "mutige Reformen", um das Wachstum wiederzubeleben.

Die Bundesregierung unter der Führung von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat weitreichende Pläne vorgelegt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dazu gehören der Abbau von Bürokratie, die Vereinfachung des Steuersystems und die Senkung von Unternehmensabgaben. Reiche strebt zudem an, die Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß zu reduzieren und die Sozialabgaben zu stabilisieren. Innerhalb der Koalition gibt es jedoch weiterhin Streit – insbesondere über Steuererhöhungen, die Reiche ablehnt. Stattdessen setzt sie sich für Entlastungen bei der Einkommensteuer ein.

Trotz dieser Initiativen bleibt die wirtschaftliche Perspektive für Bayern düster. Nach Jahren schwacher Konjunktur zeichnet sich kein klarer Weg zu einer kräftigen Erholung ab. Wirtschaftsverbände betonen, dass ohne dringende Reformen die Stagnation anhalten werde.

Die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, Bürokratie, hohe Kosten und Steuerlasten zu verringern. Sollten sie umgesetzt werden, könnten sie langfristig zur Stabilisierung der bayerischen Wirtschaft beitragen. Kurzfristig jedoch bleibt die Wachstumsprognose fragil – mit nur geringfügigen Verbesserungen bis 2027.