29 April 2026, 12:16

BMW setzt auf Blockchain für transparente Lieferketten und smarte Autos

Ein BMW-Auto auf einer Autauschau mit offenem Motorhaube, umgeben von Menschen, mit einem Informationsschild auf einem Stand links und Säulen und einer Wand im Hintergrund.

BMW setzt auf Blockchain für transparente Lieferketten und smarte Autos

BMW testet Blockchain-Technologie seit über drei Jahren – und sieht darin ein zentrales Werkzeug, um die Transparenz in der Lieferkette und die Datensicherheit der gesamten Automobilbranche zu verbessern.

Im Rahmen eines aktuellen Pilotprojekts verfolgte der Konzern Frontscheinwerferkomponenten auf ihrem Weg zwischen verschiedenen Zulieferern. Der Erfolg dieses Vorhabens hat nun den Weg für weiterreichende Pläne geebnet: Künftig soll die Blockchain auch in Bereichen wie Fahrzeugkommunikation und automatisierten Zahlungen eingesetzt werden.

Erste Erkundungen des Potenzials der Technologie startete BMW bereits 2018. Damals lag der Fokus darauf, den Datenaustausch zwischen Partnern abzusichern und die Authentizität von Bauteilen zu gewährleisten. Ein großes Testprojekt war etwa PartChain, das einzelne Komponenten in Echtzeit entlang der gesamten Lieferkette überwachte.

Eine separate Machbarkeitsstudie zeigte zudem, dass Kunden über eine Blockchain-App den Kilometerstand ihres Fahrzeugs dokumentieren könnten. Diese Daten ließen sich dann sicher mit Versicherungen, Leasinggesellschaften oder anderen Dritten teilen – ganz ohne Zwischenhändler. Das spart Kosten und erhöht das Vertrauen in die Daten.

Doch BMW denkt noch weiter: Langfristig sollen Autos direkt mit der Infrastruktur kommunizieren, ihren eigenen Wartungsstatus protokollieren und sogar Services automatisch bezahlen. Mikrotransaktionen für Mautgebühren, Ladestationen oder Reparaturen könnten so ohne manuelles Zutun über die Blockchain abgewickelt werden.

Der Konzern arbeitet dabei nicht im Alleingang. 2018 gehörte BMW zu den Mitbegründern der Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI), einem Bündnis, dem heute 120 Unternehmen aus der Auto-, Tech- und Mobilitätsbranche angehören. Innerhalb von MOBI leitet BMW die Arbeitsgruppe für Lieferketten und treibt die Entwicklung standardisierter Blockchain-Lösungen für verschiedene Industrien voran. Andre Luckow, bei BMW verantwortlich für Blockchain, betont das transformative Potenzial der Technologie – von der Produktion bis hin zu After-Sales-Dienstleistungen.

Für die Zukunft plant BMW, die Blockchain in noch komplexere Bereiche auszuweiten. Ziel ist eine offene Plattform, auf der Daten sicher zwischen Unternehmen, Kunden und sogar den Fahrzeugen selbst ausgetauscht werden können.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bereits heute beweist die Technologie ihren Nutzen in den Lieferkettenversuchen des Konzerns. Die nächsten Schritte umfassen die breitere Einführung automatisierter Zahlungen und die Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation. Mit fortschreitender Reife könnte die Blockchain die Art und Weise revolutionieren, wie Autos hergestellt, gewartet und auf der Straße genutzt werden.

Quelle