07 February 2026, 22:36

Breitachklamm bei Oberstdorf: Leichte Schäden durch kindlichen Vandalismus

Ein kleiner Wasserfall ergießt sich eine felsige Klippe hinab in einem schneebedeckten Waldgebiet, mit Eiszapfen an den Felsen und Schnee auf den Bäumen und Gräsern.

Breitachklamm bei Oberstdorf: Leichte Schäden durch kindlichen Vandalismus

Breitachklamm: Spektakuläre Schlucht bei Oberstdorf nach Vandalismus durch Kinder leicht beschädigt

Die beeindruckende Breitachklamm, eine rund 150 Meter tiefe Schlucht in der Nähe von Oberstdorf, hat leichte Schäden erlitten, nachdem zwei Kinder Eiszapfen abgebrochen und damit unzugängliche Eisformationen beworfen hatten. Die Klamm, bekannt für ihre kühlen Sommerbrisen und winterlichen Eislanschaften, bleibt dennoch ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturliebhaber.

Seit ihrer Eröffnung für die Öffentlichkeit im Jahr 1905 – angeregt durch einen Vorschlag des Tiefenbacher Pfarrers Johannes Schiebel – fasziniert die Schlucht mit ihren steilen Felswänden und gefrorenen Wasserfällen. Geformt wurde sie vor etwa 10.000 Jahren, als der Breitachgletscher den Schrattenkalk des Engenkopfs durchbrach. Heute können Besucher mehrere Rundwanderwege und Höhenpfade von Oberstdorf-Tiefenbach oder dem Kleinwalsertal aus erkunden.

Kürzlich machte ein Nutzer auf Reddit auf Vorfälle aufmerksam, bei denen Besucher die Eisformationen beschädigten. Zwei Kinder sollen demnach Eiszapfen abgebrochen und sie auf entfernte Eisstrukturen geworfen haben, während ihre Eltern nicht eingriffen. Das Personal der Klamm beobachtet solche Vorfälle und schreitet ein, falls größere Schäden entstehen.

Dominik Fritz, der Betriebsleiter, relativierte die Vorfälle: Abgebrochene Eiszapfen seien kein ernsthaftes Problem. Der Eintritt in die Klamm kostet 9 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder – die Einnahmen fließen in Instandhaltung und Barrierefreiheit.

Die Breitachklamm zieht ganzjährig Besucher an und vereint wilde Schönheit mit natürlicher Geschichte. Zwar gab es vereinzelte Schäden durch abgebrochene Eiszapfen, doch das Personal bleibt wachsam, um die empfindlichen Formation zu schützen. Aktuelle Besucherzahlen für 2025 liegen noch nicht vor.