27 January 2026, 20:24

CDU und SPD verlieren 2025 weiter an Mitgliedern – ein ungebrochener Abwärtstrend

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

CDU und SPD verlieren 2025 weiter an Mitgliedern – ein ungebrochener Abwärtstrend

Deutschlands zwei größte Parteien, die christdemokratische CDU und die sozialdemokratische SPD, verzeichneten 2025 erneut einen Rückgang ihrer Mitgliederzahlen. Die CDU blieb zwar die mitgliederstärkste Kraft, verlor jedoch zwei Prozent ihrer Basis. Gleichzeitig schrumpfte auch die SPD weiter – ein Trend, der die langfristige Erosion der großen Volksparteien unterstreicht.

Zum Jahresende 2025 zählte die CDU noch 356.769 Mitglieder, rund 7.000 weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang folgte auf das Jahr 2024, in dem die Partei die SPD erstmals als mitgliederstärkste Partei Deutschlands überholt hatte. Die SPD, einst die größte politische Kraft des Landes, beendete 2025 mit 348.451 Mitgliedern – ein Minus von etwas mehr als zwei Prozent im Vergleich zu 2024.

Auch die Christlich-Soziale Union (CSU), die bayerische Schwesterpartei der CDU, verlor an Unterstützung. Ihre Mitgliederzahl sank um fast drei Prozent auf etwa 122.000. Während bundesweite Zahlen anderer Parteien noch nicht vollständig vorliegen, zeigen Berliner Daten, dass die Grünen in der Hauptstadt knapp vor der SPD lagen: 17.859 Mitglieder standen 17.855 gegenüber. Eine vollständige nationale Auswertung für 2025 fehlt zwar, doch Teilangaben deuten darauf hin, dass Die Linke leicht zulegte. Insgesamt blieb sie jedoch hinter SPD und CDU zurück.

Trotz Mitgliederverlusten behielt die CDU ihre Position als größte deutsche Partei. Sowohl sie als auch die SPD spiegeln damit den allgemeinen Schwund traditioneller Volksparteien wider. Daten aus Berlin und anderen Regionen legen nahe, dass auch kleinere Parteien mit Verschiebungen in ihrer Anhängerbasis konfrontiert sind.