14 February 2026, 12:43

China und USA streiten um die Zukunft der globalen Diplomatie: UNO oder Friedensrat?

Eine Karte, die die 73-jährige Erweiterung der Nordatlantikvertragsorganisation (NATO) von 1949 bis heute zeigt, unterteilt in Regionen, die verschiedene Jahre darstellen.

Chinas Außenminister ruft zur Revitalisierung der UN auf - China und USA streiten um die Zukunft der globalen Diplomatie: UNO oder Friedensrat?

Chinas Außenminister Wang Yi hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz weltweite Führungspersönlichkeiten aufgefordert, die Vereinten Nationen zu stärken. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, in dem die USA ihre eigene Alternative vorantreiben – einen "Friedensrat", der von 26 Gründungsstaaten unterstützt wird.

Wang Yi betonte die Bedeutung der Bewahrung der zentralen Rolle der UN in der Weltpolitik. Er warnte davor, dass eine Abkehr von ihrem Rahmenwerk zu Chaos führen werde, und beschrieb eine Zukunft, in der das "Recht des Stärkeren" die Zusammenarbeit ersetze. Der Minister forderte zudem Reformen, um mehr Gerechtigkeit zu gewährleisten, und argumentierte, dass kein einzelnes Land die globale Entscheidungsfindung dominieren dürfe.

Zuvor hatte der damalige US-Präsident Donald Trump den "Friedensrat" als Alternative zu den UN vorgeschlagen. Die Initiative umfasst mittlerweile 26 Länder, darunter Argentinien, Ägypten, Saudi-Arabien und Vietnam. Während ursprünglich 19 Staaten das Gründungsdokument unterzeichneten, schlossen sich später weitere an, wobei bisher keine offiziellen Reaktionen gemeldet wurden.

Wang Yi widersprach dem US-Ansatz mit dem Hinweis, die UN blieben die wirksamste Plattform für Diplomatie. Er räumte zwar Mängel ein, argumentierte jedoch, dass sie nach wie vor die solide Grundlage für multilaterale Abkommen biete.

Die Debatte über die globale Governance hält an, während die USA ihren "Friedensrat" mit 26 Mitgliedern vorantreiben. Unterdessen hat Chinas Außenminister seine Unterstützung für die UN bekräftigt und sie als unverzichtbar bezeichnet. Die unterschiedlichen Positionen spiegeln gegensätzliche Vorstellungen wider, wie internationale Zusammenarbeit funktionieren sollte.