05 February 2026, 04:34

COBOTS4YOU zeigt Zukunft der Robotik: Wie Cobots den Fachkräftemangel in Bayern lindern

Eine Gruppe von Robotern auf einem Tisch in einer Fabrikumgebung, umgeben von Maschinen, Kabeln und anderen Gegenständen, mit ein paar Menschen im Hintergrund.

COBOTS4YOU zeigt Zukunft der Robotik: Wie Cobots den Fachkräftemangel in Bayern lindern

Messe COBOTS4YOU präsentiert neueste Entwicklungen in der kollaborativen Robotik

Diese Woche zeigte die Fachmesse COBOTS4YOU in Bayern die aktuellsten Innovationen im Bereich der kollaborativen Robotik. Die Veranstaltung lockte rund 700 Besucher und 25 Aussteller an – ein Zuwachs von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Organisatoren betonten, wie Cobots dazu beitragen könnten, den Fachkräftemangel in Industrie und Handwerk zu mildern.

Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring eröffnete die Messe mit einer Videobotschaft. Er unterstrich die Bedeutung der Region als führenden "Robotik-Hotspot in Europa" und verwies auf praxisnahe Lösungen, die insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen zugutekommen sollen.

Prof. Dr. Tobias Kaupp vom Center for Robotics (CERI) der Hochschule Würzburg-Schweinfurt stellte aktuelle Forschungsergebnisse zur Arbeitssicherheit vor. Gemeinsam mit der University of Technology Sydney entwickelte sein Team ein Echtzeit-Überwachungssystem für Arbeitsbereiche. Dieses nutzt Tiefenkameras oder LiDAR, um Bewegungen präzise zu erfassen – und das ohne hohe Rechenleistung.

Das System ermöglicht es Cobots, sofort auf die Anwesenheit von Menschen zu reagieren und so Unfallrisiken zu minimieren. Herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen wie Schutzzäune oder abgetrennte Arbeitszonen schränken oft die eigentliche Zusammenarbeit ein. Doch gerade bei engem Miteinander – wenn Cobots als "dritte Hand" fungieren – bestehen Bedenken hinsichtlich der Nähe zu den Maschinen. Die neue Technologie soll Effizienz und Arbeitsschutz in Einklang bringen.

Die Messe verdeutlichte, wie Cobots Lücken in der Belegschaft schließen können, ohne die Sicherheit zu vernachlässigen. Mit steigenden Besucherzahlen und wachsendem Brancheninteresse festigte die Veranstaltung Bayerns Rolle als Vorreiter in der Robotik. Die Entwickler arbeiten nun daran, das Überwachungssystem weiter zu optimieren, um es in Fabriken und Werkstätten flächendeckend einzusetzen.