05 February 2026, 14:33

Deutsche planen Reisen früher und geben mehr Geld für Fernweh-Ziele aus

Eine Gruppe von Menschen spaziert auf einem Kopfsteinpflasterweg neben einem Weihnachtsmarkt in Nürnberg, Deutschland, mit Laternenmasten, Texttafeln und Gebäuden mit Fenstern im Hintergrund unter einem bewölktem Himmel.

Deutsche planen Reisen früher und geben mehr Geld für Fernweh-Ziele aus

Neue Reisetrends bei deutschen Bahn-Urlaubern: Mehr Planung, höhere Ausgaben und wachsende Fernweh-Ziele

In den vergangenen zwölf Monaten haben sich bei deutschen Bahn-Urlaubern neue Reisegewohnheiten herauskristallisiert. Immer mehr Menschen planen ihre Trips weiter im Voraus, während die Ausgaben für den Urlaub Rekordhöhen erreichen. Beliebteste Ziele bleiben weiterhin Inlands- und europäische Destinationen – doch Fernreisen gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Eine aktuelle Umfrage zeigt: 64 Prozent der Deutschen unternahmen im vergangenen Jahr mindestens eine Reise mit einer Dauer von fünf Tagen oder länger. Davon reisten 44 Prozent sogar zwei Mal oder öfter – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu vor zehn Jahren. In diesem Jahr möchte zwei Drittel der Bevölkerung mindestens einen Urlaub buchen, wobei jeder Fünfte über Europa hinausschaut, um dem Alltag zu entfliehen.

Mit 35 Prozent der Reisenden bleibt Deutschland das mit Abstand beliebteste Urlaubsziel und festigt seine Spitzenposition. Spanien hält sich als führende europäische Destination, doch Italien und Frankreich verzeichnen eine wachsende Nachfrage. Außerhalb Europas gingen 17 Prozent der Reisen nach Nordafrika oder Nordamerika – ein Zeichen für einen allmählichen Wandel der Vorlieben.

Die durchschnittlichen Ausgaben pro Reise stiegen auf 1.636 Euro und lagen damit 100 Euro über dem Vorjahreswert. Die täglichen Kosten beliefen sich auf etwa 130 Euro, wobei Griechenland und Spanien als teuerste Ziele galten. Deutlich günstiger präsentierten sich dagegen die Türkei und Kroatien. Zudem buchten Urlauber ihre Reisen früher als in den Vorjahren, was auf eine Rückkehr zu den Planungsgewohnheiten vor der Pandemie hindeutet.

Die Daten belegen einen klaren Anstieg sowohl der Reisetätigkeit als auch der Ausgaben bei deutschen Bahn-Urlaubern. Mit mehr Menschen, die mehrere Trips unternehmen und neue Ziele erkunden, deutet der Trend auf eine kräftige Erholung der Tourismusbranche hin. Frühbuchungen und höhere Budgets signalisieren trotz wirtschaftlicher Herausforderungen ein gestärktes Vertrauen in das Reisen.