Deutsche Post setzt auf größeren E-Transporter Streetscooter XL mit Ford-Technik
Lotta SchulteDeutsche Post setzt auf größeren E-Transporter Streetscooter XL mit Ford-Technik
Deutsche Post baut ihre Elektro-Lieferflotte mit einem größeren Modell aus
Die Deutsche Post erweitert ihre Flotte elektrischer Lieferfahrzeuge um ein neues, größeres Modell: den Streetscooter XL, der in Kooperation mit Ford entwickelt wurde. Das Fahrzeug verfügt über eine leistungsstärkere Batterie und einen optimierten Elektromotor. Die Produktion soll im Juli 2017 anlaufen.
Als Basis dient dem Streetscooter XL ein Fahrgestell des Ford Transit, das ohne Antriebsstrang geliefert wird. Diese Lösung erfüllt die Ausschreibungskriterien der Deutschen Post und ermöglicht gleichzeitig die Integration eines maßgeschneiderten Elektroantriebs. Die Batterie wird zwischen der Vorderachse und der Fahrerkabine platziert, wodurch sich der Schwerpunkt des Fahrzeugs nach vorne verlagert.
Das neue Modell soll selbst bei ungünstigen Wetterbedingungen eine Reichweite von über 100 Kilometern erreichen. Durch die größere Batterie und den leistungsfähigeren Motor hebt es sich deutlich von den bisherigen Streetscooter-Varianten ab. Jürgen Gerdes, Vorstandsvorsitzender der DHL-Sparte Post & Paket, lobte die moderne Plattform von Ford sowie dessen Fähigkeit zur Serienproduktion.
Bisher war die Deutsche Post mit ihrer Marke Streetscooter der einzige Anbieter kleiner elektrischer Lieferwagen. Nun plant das Unternehmen, das Spitzenmodell Work XL auch an andere Unternehmen zu verkaufen. Parallel dazu strebt es an, jährlich bis zu 20.000 kleinere E-Transporter zu produzieren.
Die Fertigung des Streetscooter XL startet Mitte 2017. Bis Ende 2018 sollen 2.500 Einheiten im Einsatz sein. Die Zusammenarbeit zwischen Deutsche Post und Ford markiert einen wichtigen Schritt hin zur Elektrifizierung größerer Lieferfahrzeuge. Dank der verbesserten Reichweite und Kapazität könnte der Streetscooter XL zu einer attraktiven Option für gewerbliche Flotten werden. Zudem beabsichtigt der Hersteller, das Modell in den kommenden Jahren auch an Drittkunden zu verkaufen.






