Doppeldisqualifikation von Timi Zajc: Warum sein Herrenanzug für Aufruhr sorgt
Philipp LangeDoppeldisqualifikation von Timi Zajc: Warum sein Herrenanzug für Aufruhr sorgt
Slowenischer Skispringer Timi Zajc nach Doppeldisqualifikation beim Vierschanzentournee: Verband legt Protest ein
Der slowenische Skispringer Timi Zajc wurde beim Vierschanzentournee zweimal disqualifiziert, nachdem Funktionäre seinen Herrenanzug für nicht regelkonform erklärt hatten. Der Slowenische Skiverband hat nun beim Internationalen Skiverband (FIS) offiziell Protest gegen das in Garmisch-Partenkirchen angewandte Messverfahren eingelegt. Unklar bleibt, wie der Anzug vor seinem Sprung überprüft wurde.
Vor dem Wettbewerb in Garmisch-Partenkirchen war offiziell keine Person benannt worden, die Zajcs Anzug kontrolliert hätte. FIS-Kontrolleure sollen ihn erst kurz vor seinem Sprung geprüft haben – ein ungewöhnlicher Schritt, nachdem er bereits in Oberstdorf gegen die Regeln verstoßen hatte und auf Instagram kommentierte, er habe das Material gedehnt.
Gorazd Pogorelcnik, Leiter des slowenischen Skisprung-Teams, betonte, der Herrenanzug habe vor dem Sprung allen Vorschriften entsprochen. Er vermutet, dass äußere Einflüsse wie Wetterbedingungen oder natürliche Faktoren – etwa Feuchtigkeit und Temperatur – die Eigenschaften des Materials verändert haben könnten. Pogorelcnik wies zudem die Behauptung zurück, alle Springer seien denselben Bedingungen ausgesetzt. Jeder Anzug verhalte sich anders, argumentierte er. Der slowenische Verband bestreitet offiziell das FIS-Messverfahren und verteidigt Zajcs Nutzung des Anzugs. Der Fall wirft Fragen zur Einheitlichkeit der Ausrüstungskontrollen vor Wettbewerben auf.
Der slowenische Protest unterstreicht die anhaltenden Spannungen um die Anzugsregeln im Skispringen. Die FIS muss nun das Messverfahren überprüfen, das zu Zajcs Disqualifikation führte. Die Entscheidung über den Einspruch könnte Auswirkungen darauf haben, wie künftig die Anzüge bei Wettbewerben bewertet werden.