02 January 2026, 08:17

Drei Landshuter Kliniken verschmelzen 2026 zur LA-Regio Klinik

Luftaufnahme einer Stadt mit Häusern und Bäumen, eine Fußgängerbrücke auf der linken Seite, Hügel im Hintergrund und einen klaren Himmel darüber.

Drei Landshuter Kliniken verschmelzen 2026 zur LA-Regio Klinik

Drei große Krankenhäuser in Landshut fusionieren zum 1. Januar 2026 zu einer gemeinsamen Einrichtung mit Fusion 360

Aus den Landshuter Kliniken Krankenhaus Landshut, den LAKUMED-Kliniken und dem St.-Marien-Kinderkrankenhaus entsteht zum Jahresbeginn 2026 die neue LA-Regio Klinik Landshut-Mitte. Ein nun unterzeichneter Personalüberleitungsvertrag sichert den Beschäftigten ihre Rechte während des Übergangs.

Die Fusion 360 ist das Ergebnis jahrelanger Vorbereitungen. Schlüsselfiguren wie Dr. Johann Hatzl, ehemaliger Chefarzt der Gefäßchirurgie am Krankenhaus Landshut-Achdorf, schied bereits Ende 2023 aus dem Dienst. Prof. Dr. Dr. h.c. Florian Löhe, der die Neuausrichtung der Klinik maßgeblich prägte, wird sein Amt am 31. Januar 2026 niederlegen.

Die Betriebsräte aller beteiligten Häuser haben den Personalüberleitungsvertrag unterzeichnet. Damit bleiben alle bestehenden Arbeitsverhältnisse und Ausbildungsverträge unverändert erhalten. Den Mitarbeitenden des St.-Marien-Kinderkrankenhauses steht zudem eine Wahlmöglichkeit offen: Sie können entweder unter den bisherigen AVR-Bedingungen (Arbeitsvertragsrichtlinien der katholischen Kirche) bleiben oder in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) wechseln. Ab dem Fusionszeitpunkt haben alle Beschäftigten zudem Anspruch auf die Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (ZVK). Die Vereinbarung soll für Stabilität während der Zusammenführung der Klinikbetriebe sorgen.

Parallel zur Fusion 360 kommt es auch in anderen Häusern zu Führungswechseln: Felix Grünebaum, kaufmännischer Direktor des Katholischen Krankenhauses St. Johann Nepomuk in Erfurt, geht ebenfalls zum 31. Januar 2026 in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt Maria Silbermann an.

Die LA-Regio Klinik Landshut-Mitte nimmt ihren Betrieb im Januar 2026 auf. Die Belegschaft behält ihre Verträge und erhält Optionen für Tarifbindungen sowie Altersvorsorgeleistungen. Die Fusion 360 beendet eine lange Planungsphase und leitet eine neue Ära eines einheitlichen Gesundheitswesens in der Region ein.