23 January 2026, 00:21

Drei Männer kämpfen um das Bürgermeisteramt in Durach – wer überzeugt die Gemeinde?

Plakat für die Elektrostadt Bergbahn, Deutschland, mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

Drei Männer kämpfen um das Bürgermeisteramt in Durach – wer überzeugt die Gemeinde?

Drei Kandidaten buhlen um das Amt des nächsten Bürgermeisters von Durach, einer kleinen Gemeinde in Bayern. Die Wahl folgt auf Gerhard Hocks Entscheidung, nach zwölf Jahren im Amt zurückzutreten. Über 700 Einwohner versammelten sich zu einer Podiumsdiskussion der Allgäuer Zeitung, um sich über deren Pläne für die Zukunft zu informieren.

Die Bewerber – Patrick Böck, Frank Fischer und Markus Kubatschka – brachten unterschiedliche Hintergründe und Schwerpunkte in die Debatte ein. Die Themen reichten von der lokalen Infrastruktur über Wohnraumfragen bis hin zu Klimasorgen und spiegelten damit die zentralen Herausforderungen der Gemeinde wider.

Patrick Böck, 37, ist ein gebürtiger Duracher und ehrenamtlicher Feuerwehrmann. Derzeit absolviert er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und betonte seine Verwurzelung in der Region sowie seine Bereitschaft für das Amt. Sein Wahlkampfmotto war klar: "Ich weiß, worauf ich mich einlasse – ich bin bereit."

Frank Fischer, 53, bringt Erfahrung als ehemaliger Bürgermeister von Obermaiselstein mit. Der ausgebildete Bankkaufmann, Physiotherapeut und Ex-Bundeswehrangehörige stellte seinen Teamgedanken in den Mittelpunkt. "Mir geht es um Zusammenarbeit – das ist mein Leitsatz", erklärte er dem Publikum. Fischer, Vater von drei Kindern, hob seine vielfältige Berufserfahrung als Stärke für die Gemeinde hervor.

Markus Kubatschka, 50, arbeitet als Lehrer am Gymnasium Immenstadt und sitzt seit 2020 im Duracher Stadtrat. Sein Slogan "Ich bin gekommen, um zu bleiben“ unterstrich sein langfristiges Engagement für die Region. In der Diskussion ging es auch um drängende Themen wie die Verlegung der Tennisplätze, die Erweiterung des Aktivparks und die Bewältigung des Mangels an bezahlbarem Wohnraum.

Klimawandel, Hochwasserschutz sowie die Verbesserung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen prägten die Debatte ebenfalls. Jeder Kandidat skizzierte seinen Ansatz zur Förderung von Jugend- und Seniorenangeboten – ein Spiegel der demografischen Bedürfnisse der Gemeinde.

Die Wahl findet am 8. März 2026 statt, ein klarer Favorit zeichnet sich bisher nicht ab. Hocks Rückzug markiert das Ende einer zwölfjährigen Amtszeit und überlässt es den Wählern, zu entscheiden, wer Durach in sein nächstes Kapitel führen wird.

Der Bürgermeisterwahlkampf in Durach dreht sich um lokale Erfahrung, Teamarbeit und langfristige Visionen. Nun müssen die Bürger abwägen, welcher Kandidat die Wohnungsfrage, die Infrastruktur und ökologische Herausforderungen am besten angehen kann. Das Ergebnis am Wahltag wird die Weichen für die kommenden Jahre stellen.