Drohender Massensterben: Warum 231.000 Mittelständler bis 2025 schließen könnten
Philipp LangeDrohender Massensterben: Warum 231.000 Mittelständler bis 2025 schließen könnten
Bis Ende 2025 könnten in Deutschland über 231.000 kleine und mittlere Unternehmen schließen. Das sind 67.500 mehr als im Vorjahr. Die Schließungen drohen Arbeitsplätze zu kosten und die regionalen Wirtschaftskreisläufe im ganzen Land zu schwächen.
Eine zentrale Herausforderung stellt die Unternehmensnachfolge dar: Mehr als 190.000 Betriebe mit über 2,5 Millionen Beschäftigten stehen bis 2026 vor einem Generationswechsel. Viele Inhaber sind älter als 60 Jahre, doch weniger als die Hälfte hat einen Nachfolger gefunden. Scheitern diese Übergaben, drohen Insolvenzen und wirtschaftliche Verluste in den regionalen Ökosystemen.
Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat UnternehmerTUM das Programm "Entrepreneurship through Acquisition" (ETA) ins Leben gerufen. Die Initiative unterstützt Gründer dabei, bestehende Unternehmen zu übernehmen und so deren Fortbestand zu sichern. Gleichzeitig schließt sie eine Lücke im Portfolio der Organisation, indem sie von der Schulung bis zur Umsetzung begleitet.
Eine Schlüsselrolle nimmt dabei der ETA Hub ein: Er fördert den Wissensaustausch, vernetzt Nachfolgeunternehmen mit Investoren und schafft Brücken zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Beteiligt sind Partner wie Novastone Partners, die Deutsche Bank Wealth Management und Tengelmann Growth Partners – mit dem Ziel, Wachstum zu stärken und die bayerische Wirtschaftslandschaft zu festigen.
Die Schließung so vieler Betriebe gefährdet die regionale Wertschöpfung und Innovationskraft. Das ETA-Programm bietet einen strukturierten Ansatz, um Unternehmen durch Übernahmen zukunftsfähig zu machen. Entscheidend wird sein, passende Nachfolger für die Inhaber zu finden und reibungslose Übergaben zu gewährleisten.