FC Bayern: Olise glänzt, Boey kämpft – die gegensätzlichen Welten im Münchner Kader
Lotta SchulteFC Bayern: Olise glänzt, Boey kämpft – die gegensätzlichen Welten im Münchner Kader
FC Bayern München erlebt in dieser Saison eine gemischte Bilanz bei seinen Spielern. Während einige Akteure glänzen, kämpfen andere darum, ihren Stempel aufzudrücken. Eine aktuelle "Power-Rangliste" des Sport Bild zeigt die gegensätzlichen Leistungen im Kader – von aufstrebenden Talenten bis zu enttäuschenden Neuzugängen.
Zu den positiven Überraschungen zählt Michael Olise, der leise, aber stetig überzeugt, während Serge Gnabry nach wie vor eine Schlüsselfigur bleibt. Sacha Boey, der im Januar für 30 Millionen Euro verpflichtete Verteidiger, findet sich hingegen am Ende der Liste wieder – seit einem umstrittenen Auswechselvorfall ohne Einsatz im Team.
Boeys Zeit beim FC Bayern gestaltet sich schwierig. Der im Januar 2024 für 30 Millionen Euro verpflichtete Franzose sollte eigentlich die Abwehr verstärken. Doch in der "Power-Rangliste" von Sport Bild landet er auf dem letzten Platz – noch hinter jungen Talenten wie Wisdom Mike, David Santos Daiber und Cassiano Kiala. Das Blatt bezeichnet ihn als "kein Faktor" – eine Randfigur in der Kabine.
Sein Tiefpunkt war ein Spiel gegen Union Berlin, als er bei einer geplanten Auswechslung zögerte und damit sowohl das Trainerteam als auch seine Mitspieler verärgert haben soll. Seit diesem Vorfall kam er nicht mehr zum Einsatz.
Während Boey mit seiner Situation hadert, hat sich Michael Olise im Team etabliert. Der sonst eher zurückhaltende Franzose belegt in der gleichen Rangliste Platz vier. Seine taktische Klugheit und sein Humor kommen bei den Mannschaftskollegen gut an und halfen ihm, sich schnell einzuleben.
Serge Gnabry bleibt unterdessen eine zentrale Figur. Auf Rang fünf der Liste hat er seit dem Abschied von Thomas Müller eine Führungsrolle als wichtigster Kommunikator der Mannschaft übernommen. Sein Einfluss reicht über das Spielfeld hinaus, und der Verein rechnet damit, dass er bald eine zweijährige Vertragsverlängerung unterzeichnet.
Trotz seiner schwachen Leistungen will Boey den FC Bayern vorerst nicht verlassen. Berichten zufolge lehnte er Angebote anderer Vereine ab und setzt lieber seinen lukrativen Vertrag in München fort.
Die Saison beim FC Bayern offenbart klare Unterschiede im Kader. Während Olise und Gnabry weiterhin wichtige Rollen spielen – Letzterer steht kurz vor einer Vertragsverlängerung –, steht Boey vor einer ungewissen Zukunft, nachdem er seinen hohen Transferpreis nicht rechtfertigen konnte. Dass er seit dem Vorfall gegen Union Berlin kein Spiel mehr bestritten hat, unterstreicht seine aktuelle Position im Team.