Festnahme am Münchner Flughafen: Kanadier mit gefälschter Waffen-Genehmigung erwischt
Philipp LangeFestnahme am Münchner Flughafen: Kanadier mit gefälschter Waffen-Genehmigung erwischt
Ein kanadischer Reisender wurde am Flughafen München festgenommen, nachdem Beamte bei ihm ein Gewehr ohne gültige Genehmigung entdeckt hatten. Der Vorfall ereignete sich während einer routinemäßigen Sicherheitskontrolle im Bereich Erdinger Moos und führte zu schweren Vorwürfen gegen den Mann.
Der Reisende war gerade von einer Freizeitjagd in der Schweiz zurückgekehrt und auf dem Weg nach Montreal. Statt rechtzeitig eine neue Transportgenehmigung zu beantragen, präsentierte er den Flughafenbehörden ein gefälschtes deutsches Dokument. Bei der Befragung gab er zu, die gefälschte Genehmigung selbst angefertigt zu haben, und bot an, sofort eine Strafe zu zahlen.
Die Bundespolizei beschlagnahmte das Gewehr sowie die Munition im Rahmen der Ermittlungen. Der Mann begründete sein Vorgehen damit, dass seine kurzfristigen Reisepläne ihm keine Zeit gelassen hätten, einen ordnungsgemäßen Antrag zu stellen – obwohl er bei früheren Jagdausflügen Waffen legal über München transportiert hatte. Die Behörden verlangten von ihm eine Kaution in Höhe von 3.000 Euro zur Deckung möglicher Prozesskosten, bevor sie ihn wieder auf freien Fuß setzten.
Ihm drohen nun Anklagen wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung sowie wegen Verstößen gegen die strengen deutschen Waffenbestimmungen. Der Fall unterstreicht die Risiken unzureichender Dokumentation beim internationalen Transport von Schusswaffen. Dass der Reisende bei früheren Reisen die Vorschriften eingehalten hatte, verhinderte diesen Vorfall nicht – mit der Folge, dass seine Waffe beschlagnahmt wurde und er nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen muss. Die Ermittlungen der Behörden dauern an.






