13 March 2026, 22:17

Fürther Anwohner scheitern mit Tempo-30-Forderung an der Stadtverwaltung

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Polizeiwagen auf einer Straße, die von Bäumen, Laternenmasten und Gebäuden mit Fenstern umgeben ist, einige tragen Mützen und Masken, mit Fahrrädern im Vordergrund und einem Bogen mit Säulen und einer Fahne im Hintergrund.

Fürther Anwohner scheitern mit Tempo-30-Forderung an der Stadtverwaltung

Anwohner der Nürnberger Straße und Maistraße in Fürth fordern Tempo 30 auf der Nürnberger Straße

Mit einer im Oktober 2025 eingereichten Petition setzen sich Anwohner der Nürnberger Straße und Maistraße in Fürth für eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h ein. Doch die Stadtverwaltung lehnt den Vorstoß entschieden ab – mit Verweis auf rechtliche und praktische Hürden, die eine Umsetzung unmöglich machten.

Im Lärmaktionsplan der Stadt wird die Nürnberger Straße als "Lärmbrennpunkt Nr. 12" geführt. Als Gegenmaßnahmen schlägt die Verwaltung schalldämmende Fenster und lärmarmen Asphalt vor. Die Straßenverkehrsbehörde jedoch zeigt sich skeptisch gegenüber einer pauschalen Temporeduzierung. Zusätzliche Prüfungen hält sie für sinnlos, da unklar sei, ob langsamere Geschwindigkeiten den Lärm tatsächlich spürbar verringern würden.

Als möglicher Kompromiss wurde eine nächtliche Beschränkung zwischen 20 und 6 Uhr diskutiert. Doch die Verwaltung warnt vor unerwünschten Folgen: Störungen im Verkehrsfluss, Verzögerungen im ÖPNV und eine weitverbreitete Missachtung durch Autofahrer. Selbst eine teilweise Einschränkung würde langwierige Verfahren erfordern – von Bürgerbefragungen über Lärmmessungen bis hin zur Anpassung von Ampelschaltungen.

Die Kosten allein für die Umprogrammierung der Ampeln werden auf etwa 55.000 Euro geschätzt. Da der Verkehrsausschuss am 16. März 2026 über das Thema abstimmen soll, bleibt die Verwaltung bei ihrer ablehnenden Haltung. Aktuelle Gesetze und logistische Herausforderungen ließen eine Tempo-30-Zone schlicht nicht zu, heißt es.

Die Vorlage geht nun in die Abstimmung – doch die Position der Stadt lässt wenig Spielraum für Änderungen. Ohne rechtliche Grundlage oder klare Belege für den Nutzen scheint die Geschwindigkeitsbegrenzung kaum Chancen auf Umsetzung zu haben. Die Sorgen der Anwohner wegen des Lärms bleiben bestehen, während Alternativen wie Schallschutzmaßnahmen weiter geprüft werden könnten.

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