07 February 2026, 08:22

Gil Ofarim bricht in der Dschungelshow erneut sein Schweigen zum Davidstern-Skandal

David Letterman, gekleidet in Anzug und Krawatte, steht vor einer Menge Menschen, beleuchtet von Scheinwerfern und umgeben von einer Wand, wahrscheinlich bei der Premiere seines bevorstehenden Films.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim bricht in der Dschungelshow erneut sein Schweigen zum Davidstern-Skandal

Gil Ofarim hat sich in der RTL-Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! erneut öffentlich zum Davidstern-Skandal von 2021 geäußert. Der Sänger, der einen Mitarbeiter eines Hotels zuvor des Antisemitismus bezichtigt hatte, brachte in der Sendung neue Behauptungen zum Fall vor. Seine Äußerungen erfolgen nach einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2023, in dem er einräumte, unter Eid gelogen zu haben.

Der Streit begann 2021, als Ofarim behauptete, ein Angestellter des Hotels habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Kette zu verstecken. Später behauptete er, der Mitarbeiter habe antisemitische Bemerkungen gemacht. Überwachungsaufnahmen des Hotels zeigten jedoch keine Spur der Kette, woraufhin Ofarim vor Gericht zugab, die Wahrheit nicht gesagt zu haben.

Während eines jüngsten Lagerfeuer-Gesprächs in der Dschungelshow brach Ofarim sein Schweigen erneut. Er beharrte darauf, es gebe einen Zeugen, der ihn mit der Kette gesehen habe, und deutete an, die Hotelaufnahmen seien manipuliert worden. Seiner Aussage zufolge fehlten entscheidende Sekunden, und das verbreitete Video sei nicht die ursprüngliche Aufnahme.

Ofarim erwähnte zudem eine Vertraulichkeitsvereinbarung, die sein Anwalt, Dr. Alexander Stevens, später bestätigte. Diese sah eine gegenseitige Schweigepflicht der beteiligten Parteien vor. Der Anwalt des Hotelmitarbeiters wies jedoch jede "Schweigevereinbarung" zurück und erklärte, es habe lediglich eine Unterlassungserklärung gegeben, die Ofarim daran hindere, seine Vorwürfe zu wiederholen.

2023 zahlte Ofarim 10.000 Euro als Entschädigung. Die Summe wurde zwischen der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig und der Stiftung, die für das Haus der Wannsee-Konferenz verantwortlich ist, aufgeteilt. Seit seinen jüngsten Aussagen gab es weder von der Leipziger Stadtverwaltung noch von den Justizbehörden eine offizielle Stellungnahme.

Der Fall bleibt in der öffentlichen Diskussion ungeklärt, trotz Ofarims wiederholter Behauptungen. Sein Geständnis der Falschaussage vor Gericht und die anschließende Entschädigungszahlung gelten als zentrale Entwicklungen. Bisher wurden keine weiteren rechtlichen oder behördlichen Schritte bekannt gegeben.