Gil Ofarim schweigt im Dschungelcamp zu seinem Antisemitismus-Skandal – und erntet Kritik
Emil KrügerGil Ofarim schweigt im Dschungelcamp zu seinem Antisemitismus-Skandal – und erntet Kritik
Gil Ofarim steht erneut in der Kritik – diesmal wegen eines fünf Jahre alten Skandals, der während seiner Teilnahme an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! wieder aufgeflammt ist. Der Sänger wurde 2021 beschuldigt, fälschlicherweise behauptet zu haben, ein Hotelmitarbeiter habe ihn antisemitisch beleidigt. Nun stellen ihn seine Dschungelcamp-Kollegen wegen seines Schweigens zur Sache zur Rede.
Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim einem Angestellten des The Westin-Hotels in Leipzig vorwarf, antisemitische Äußerungen getätigt zu haben. Der Mitarbeiter reichte daraufhin eine Verleumdungsklage ein, die in einem Gerichtsverfahren mündete, das am 28. November 2023 endete. Im Laufe des Prozesses gab Ofarim zu, dass seine Vorwürfe falsch gewesen waren, und entschuldigte sich. Das Verfahren wurde eingestellt, nachdem er 10.000 Euro Schadensersatz gezahlt hatte.
In der Reality-Show wich Ofarim jeder Diskussion über den Vorfall aus – sehr zum Unmut der Zuschauer, die sich eine Erklärung erhofften. Mitbewohnerin Ariel stellte ihn zur Rede und bestand darauf, dass die Öffentlichkeit eine Stellungnahme verdiene. Sie warf ihm vor, sich als Opfer darzustellen, und bezeichnete seine Ausflüchte als unehrlich. Später räumte Ofarim ein, er habe nur aus finanziellen Gründen an der Show teilgenommen, nicht um den Skandal aufzuarbeiten. Autorin Mirja du Mont kritisierte seine Ausweichstrategie als mangelnde Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Nach dem Gerichtsurteil unterzeichnete Ofarim eine Unterlassungserklärung, die ihm rechtlich verbietet, weiter über den Fall zu sprechen.
Das Verfahren endete mit Ofarims Eingeständnis der falschen Anschuldigungen und einer finanziellen Einigung. Sein Auftritt bei Ich bin ein Star hält die Debatte jedoch in der Öffentlichkeit präsent – trotz der juristischen Beschränkungen, die ihm auferlegt wurden. Der Vorfall bleibt unter Zuschauern und Mitbewohnern ein umstrittenes Thema.