Graham Linehan wirft Doctors-Serie vor, sein Leben als transfeindliche Figur zu karikieren
Johanna PetersGraham Linehan wirft Doctors-Serie vor, sein Leben als transfeindliche Figur zu karikieren
Drehbuchautor Graham Linehan wirft der BBC-Serie Doctors vor, eine Figur zu zeigen, die seiner Meinung nach auf ihm basiert. Die Macher der Serie weisen jeden Zusammenhang zurück und bezeichnen den fiktiven Dr. Graham Elton als reine Erfindung. Der Streit eskaliert nach Jahren der Kontroversen um Linehans öffentliche Äußerungen zu Transgender-Themen.
Linehans Vorwürfe kommen, nachdem sein Auftritt beim Edinburgh Fringe Festival 2023 wegen seiner Ansichten abgesagt wurde. Auch sein Privatleben stand im Fokus, darunter seine Scheidung 2020 von der Schauspielerin Helen Serafinowicz, die mit Gegenwind auf seine Aussagen zusammenhing.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht Dr. Graham Elton, ein geschiedener Mann Mitte 50, der in Doctors auftritt. Linehan behauptet, die Darstellung sei transfeindlich und spiegle bewusst sein eigenes Leben wider. Die BBC wies dies entschieden zurück und betonte, dass Figuren und Handlung der Serie rein fiktiv seien.
Linehan und Serafinowicz, die zwei gemeinsame Kinder haben, trennten sich, nachdem die öffentliche Kritik an seiner transgender-feindlichen Haltung zunahm. Seine Ex-Frau reichte 2020 die Scheidung ein.
Die BBC gerät zunehmend unter Druck. Im November traten Generaldirektor Tim Davie und Nachrichtenchef Deborah Turness nach einer Verleumdungsklage von Donald Trump zurück. Der Rechtsstreit dreht sich um eine 2021 gehaltene Rede, die in einer BBC-Dokumentation vor der US-Wahl 2024 geschnitten gezeigt wurde. Zwar bestritt der Sender sachliche Fehler, kündigte aber an, sich gegen die 10-Milliarden-Dollar-Klage zur Wehr zu setzen.
Trotz der Kontroverse läuft Doctors weiter als langjährige fiktive Arztserie. Die BBC hält daran fest, dass keine ihrer Figuren – einschließlich Dr. Elton – auf realen Personen beruhen.
Der Sender bleibt bei seiner Position, dass Dr. Graham Elton nicht auf Graham Linehan basiert. Die Vorwürfe des Autors heizen die anhaltenden Debatten über Repräsentation und Verantwortung im Rundfunk weiter an. Gleichzeitig steckt die BBC in separaten juristischen Auseinandersetzungen über redaktionelle Entscheidungen.






