Illegale Zigarettenfabrik im Wohnzimmer: Mann baut 500 Zigaretten pro Stunde
Johanna PetersIllegale Zigarettenfabrik im Wohnzimmer: Mann baut 500 Zigaretten pro Stunde
In Deutschland wurde ein 40-jähriger Mann dabei erwischt, in seinem Zuhause eine illegale Zigarettenfabrik zu betreiben. Bei einer Polizeidurchsuchung im September 2025 beschlagnahmten Zollermittler eine selbstgebaute Maschine, die mehr als 500 Zigaretten pro Stunde herstellen konnte.
Die Entdeckung geschah zufällig, als Beamte der Kriminalinspektion Amberg im Rahmen eines anderen Falls einen Durchsuchungsbefehl vollstreckten. In dem Gebäude stießen sie auf eine voll funktionsfähige Zigarettenmaschine sowie mehrere Kilogramm losen Tabak und tausende leere Zigarettenhülsen.
Der Beschuldigte hatte die Ausrüstung genutzt, um steuerfreie Zigaretten in kommerziellem Umfang herzustellen. Die Ermittler sicherten zudem 1.200 fertige Zigaretten, keine davon mit den vorgeschriebenen Steuerzeichen versehen. Der Mann hatte sogar eine eigene Marke entworfen und die Produkte in Schachteln mit individuellem Aufdruck verpackt.
Die Behörden haben die Details des Falls erst jetzt aus taktischen Gründen im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen veröffentlicht.
Der Fund unterstreicht das Ausmaß der illegalen Tabakproduktion in privatem Rahmen. Die Operation des Verdächtigen umfasste die Massenverarbeitung und markenrechtlich gestaltete Verpackungen – ein Hinweis auf ein gut organisiertes System. Weitere Angaben dazu, wie lange die Fabrik bereits in Betrieb war oder woher die unversteuerten Materialien stammten, liegen nicht vor.