Ingolstadts Gastronomen kämpfen gegen 420-Prozent-Gebührenanstieg für Außenflächen
Lotta SchulteIngolstadts Gastronomen kämpfen gegen 420-Prozent-Gebührenanstieg für Außenflächen
Ingolstadt erhöht Gebühren für Außengastronomie um 420 Prozent – Wirtinnen und Wirte protestieren
Die Stadt Ingolstadt hat die Gebühren für die Nutzung von Außenflächen in der Gastronomie drastisch angehoben – um satte 420 Prozent. Statt wie bisher einmalig 10 Euro pro Quadratmeter und Jahr sollen Betreiber künftig 6 Euro pro Quadratmeter und Monat zahlen. Die massive Erhöhung sorgt bei lokalen Gastronomen und Wirtschaftsvertretern für scharfe Kritik. Manuel Eser, Chefredakteur des Ingolstädter Tagblatts, hat die Vorgehensweise der Stadt öffentlich infrage gestellt.
Die neue Gebührenordnung bedeutet für die Betriebe eine erhebliche finanzielle Belastung: Statt einer einmaligen Jahresgebühr von 10 Euro pro Quadratmeter fallen nun monatlich 6 Euro an. Viele Wirtinnen und Wirte fürchten, dass die Außenbestuhlung dadurch unwirtschaftlich wird. Eser kritisierte, die Stadt hätte die betroffenen Unternehmen vor der Entscheidung anhören müssen.
Der Wirtschaftsverband Aktive City fordert Gespräche mit der Kommunalverwaltung, um einen Kompromiss zu finden. Eser warnte zudem, dass bei anhaltend hohen Gebühren das lebendige Gastronomieangebot in der Ingolstädter Innenstadt Schaden nehmen könnte. Bisher liegen weder eine offizielle Stellungnahme der Stadt noch konkrete Alternativvorschläge vonseiten der Behörden oder Betriebe vor.
Der Gebührenanstieg setzt die Gastronomiebranche in Ingolstadt unter Druck. Die Forderungen nach einer verhandelten Lösung werden lauter. Ohne Anpassungen könnten einige Restaurants gezwungen sein, ihre Außenbereiche zu schließen. Ob es zu einer Einigung zwischen Stadt und Wirten kommt, bleibt abzuwarten.