07 May 2026, 06:13

Jungheinrich verliert Finanzvorständin Heike Wulff in schwieriger Phase

Logo der 48. Versorgungsmanagementstaffel mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern, einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsmanagement" in blau und dem Text "48. Versorgungsmanagementstaffel" in schwarz.

Jungheinrich verliert Finanzvorständin Heike Wulff in schwieriger Phase

Jungheinrich hat einen Wechsel in der Führungsetage bekannt gegeben: Finanzvorständin Heike Wulff verlässt das Unternehmen vorzeitig. Die Entscheidung erfolgte in gegenseitigem Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat und beendet ihre Amtszeit früher als ursprünglich vorgesehen. Bis auf Weiteres übernimmt Vorstandschef Lars Brzoska die Finanzagenden kommissarisch.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Heike Wulff war Anfang 2026 in den Vorstand von Jungheinrich eingetreten; ihr Vertrag sollte eigentlich bis Mai 2027 laufen. Ihr Abschied fällt in eine Phase finanzieller Herausforderungen für das Unternehmen, darunter ein deutlicher Gewinnrückgang. Im ersten Quartal halbierte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Der Profiteinbruch wird mit starkem Wettbewerb und einem Streik im Werk Lüneburg in Verbindung gebracht. Diese Rückschläge belasteten auch die Marktbewertung des Unternehmens. Seit Ende 2025 hat sich die Marktkapitalisierung von Jungheinrich um fast 30 Prozent verringert und liegt derzeit bei rund 2,6 Milliarden Euro.

Jungheinrich bleibt in Familienhand: Die Nachkommen des Firmengründers halten die Mehrheit der Anteile. Die 54 Millionen stimmberechtigten, nicht börsennotierten Stammaktien sind gleichmäßig auf die Familien der beiden Töchter Friedrich Jungheinrichs aufgeteilt und repräsentieren 53 Prozent aller Aktien. Die 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien, die im MDAX gelistet sind, befinden sich größtenteils im Streubesitz.

Lars Brzoska wird die Finanzgeschäfte so lange leiten, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist. Der Führungswechsel erfolgt in einer Phase finanzieller Belastungen und operativer Störungen. Die nächsten Schritte von Jungheinrich dürften darauf abzielen, die Ertragslage zu stabilisieren und die Marktprobleme anzugehen.

Quelle