Känguru-Chili in Erlanger Mensa sorgt für Furore und leere Teller
Lotta SchulteKänguru-Fleisch in der Universitäts-Mensa stößt nicht bei allen auf Gegenliebe - Känguru-Chili in Erlanger Mensa sorgt für Furore und leere Teller
Eine Mensa in Erlangen sorgt mit ungewöhnlichem Gericht für Aufsehen – und Diskussionen
In einer Mensa in Erlangen hat ein ungewöhnliches Gericht für Neugier – und manche Kontroverse – gesorgt: Känguru-Chili stand kürzlich auf dem Speiseplan des Standorts am Langemarckplatz und zog sowohl Gäste als auch Online-Kommentatoren in seinen Bann. Das Gericht war innerhalb weniger Stunden ausverkauft – alle 400 Portionen fanden reißenden Absatz bei den neugierigen Essern.
Das Känguru-Chili wurde zusammen mit Basmatireis angeboten und überraschte viele Besucher der Mensa. Einige Gäste hinterfragten zunächst, ob es sich tatsächlich um Kängurufleisch handelte, andere begrüßten die exotische Abwechslung. Ein Reddit-Nutzer teilte später seine Erfahrungen und löste damit eine breitere Debatte über Geschmack und ethische Aspekte des Känguru-Verzehrs aus.
Die Reaktionen im Netz fielen gemischt aus. Während einige das Fleisch als mager und aromatisch lobten, fanden andere es schlicht unappetitlich. In der Diskussion wurde auch Marc-Uwe Kling, Autor der Känguru-Chroniken, erwähnt – ein direkter Bezug zum Mensagericht bestand jedoch nicht. Trotz der unterschiedlichen Meinungen berichtete die Mensa von durchweg positivem Feedback derer, die das Gericht probiert hatten.
Der Erfolg des Känguru-Chilis deutet auf eine wachsende Offenheit für ungewöhnliche Proteinquellen in Deutschland hin. Ob sich dies als breiter Trend in der öffentlichen Wahrnehmung widerspiegelt, bleibt jedoch unklar – aktuelle Daten zu Einstellungen gegenüber Kängurufleisch oder ähnlichen Alternativen liegen für das Land nicht vor.
Dass alle 400 Portionen verkauft wurden, unterstreicht die Beliebtheit des Gerichts in der Erlanger Mensa. Die Resonanz zeigt, wie ungewöhnliches Fleisch nach wie vor Interesse wecken kann – auch wenn die Geschmacksurteile auseinandergehen. Vorerst bleibt das Experiment jedoch ein Einzelfall; eine Wiederholung ist vorerst nicht geplant.