08 February 2026, 16:28

Karneval am Steuer: Diese Alkohol- und Kostümregeln drohen mit teuren Strafen

Eine Gruppe von Menschen in Helmen fährt nachts mit Fahrrädern eine Stadtstraße hinunter, beleuchtet von den Stadtlichtern.

Karneval am Steuer: Diese Alkohol- und Kostümregeln drohen mit teuren Strafen

Karnevalszeit bringt bunte Kostüme und ausgelassene Feiern – eine willkommene Abwechslung zum grauen Winter. Doch wer sich in dieser Zeit ans Steuer setzt, sollte nicht glauben, dass die Festtagsstimmung auch hinterm Lenkrad gilt. Die Polizei erinnert Autofahrer und Radfahrer daran, dass strenge Alkohol- und Kostümregeln weiterhin gelten – und wer sie missachtet, muss mit harten Strafen rechnen.

Wer im Karnevalskostüm fährt, muss klare Sicherheitsvorgaben beachten: Das Gesicht muss vollständig sichtbar bleiben, und die Verkleidung darf weder Sicht, Gehör noch Bewegungsfreiheit einschränken. Verstöße kosten mindestens 60 Euro Bußgeld, und im Schadensfall können Versicherungen die Leistung verweigern. Die Botschaft ist klar: Auf der Straße gibt es keine Narrenfreiheit – auch nicht zur fünften Jahreszeit.

Die Alkoholgrenzen bleiben in diesem Jahr unverändert. Für Autofahrer und Fahrer von schnellen S-Pedelecs (E-Bikes bis 45 km/h) gilt weiterhin die 0,5-Promille-Grenze. Fahranfänger in der Probezeit und unter 21-Jährige müssen absolut nüchtern bleiben. Kommt es zu einem Unfall, können bereits 0,3 Promille zu einer Strafanzeige, einem sechsmonatigen Führerscheinentzug und hohen Geldstrafen führen. Wer mit 0,5 Promille oder mehr erwischt wird, zahlt mindestens 500 Euro, erhält zwei Punkte in Flensburg und verliert den Führerschein für einen Monat.

Auch Radfahrer müssen sich an strenge Regeln halten. Zwar liegt die gesetzliche Grenze bei 1,6 Promille, doch ab 0,3 Promille drohen Konsequenzen, wenn die Fahrweise auffällig ist. Experten fordern schärfere Vorschriften, doch regionale Ausnahmen gibt es nicht – bundesweit gelten einheitliche Bestimmungen. Selbst Restalkohol vom Vorabend kann noch über dem Limit liegen, weshalb auch am Morgen nach der Feier Vorsicht geboten ist.

Die Karnevalszeit hebt die Verkehrsregeln nicht auf. Autofahrer und Radfahrer müssen die Alkoholgrenzen einhalten und sicherstellen, dass ihre Kostüme die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen. Wer gegen die Vorschriften verstößt, riskiert Bußgelder, Fahrverbote und im schlimmsten Fall sogar strafrechtliche Konsequenzen – besonders wenn es zu Unfällen kommt.