KSI gerät wegen altem Gewalt-Witz über schwangere Frauen in die Kritik
Philipp LangeKSI gerät wegen altem Gewalt-Witz über schwangere Frauen in die Kritik
Ein im Jahr 2017 aufgetauchtes Video hat dem „Britain’s Got Talent“-Juror KSI Kritik eingebracht. In dem Clip macht der YouTuber einen Witz über Gewalt gegen schwangere Frauen und löst damit Empörung bei Aktivisten gegen häusliche Gewalt aus. Die Äußerungen, die er später als „dumm und falsch“ bezeichnete, haben die Debatte über sein früheres Verhalten neu entfacht.
Das Video zeigt KSI im Gespräch mit seiner Mutter, die ihn zur Verwendung von Kondomen riet. Daraufhin „scherzte“ er, falls eine Frau von ihm schwanger würde, würde er „dem Baby einen Schlag versetzen“. Die Bemerkung fiel im Rahmen einer weiteren Diskussion über sicheren Sex.
Die Hilfsorganisation Women’s Aid, die Überlebende häuslicher Gewalt unterstützt, verurteilte den „Witz“ scharf. Eine Sprecherin argumentierte, solche Aussagen verharmlosten Gewalt gegen Frauen und ließen Misshandlung weniger schwerwiegend erscheinen. Die Organisation betonte, wie wichtig es sei, dass Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verantwortungsvolle Vorbilder seien.
Seit das Video wieder aufgetaucht ist, hat KSI öffentlich Bedauern geäußert. Er gab zu, seine Wortwahl sei unangemessen gewesen, und zeigte Reue für die beleidigende Bemerkung.
Die Kontroverse kommt zu einem Zeitpunkt, an dem KSI als Juror in einer großen TV-Talentshow tätig ist. Seine früheren Äußerungen stehen nun erneut in der Kritik, während Aktivisten Konsequenzen für schädliche Rhetorik fordern. Der Vorfall zeigt, wie Online-Äußerungen Jahre später wieder auftauchen und langfristige Folgen haben können.






