Kubicki will die FDP mit emotionalem Wahlkampf zurück an die Spitze bringen
Johanna PetersKubicki will die FDP mit emotionalem Wahlkampf zurück an die Spitze bringen
Wolfgang Kubicki, der stellvertretende Vorsitzender der FDP, behauptet, sein Anlauf auf den Parteivorsitz habe das öffentliche Interesse an der kränkelnden Partei neu entfacht. Sein Wahlkampf habe offenbar die Wahrnehmung verändert – selbst Konkurrenten und Medien sehen die Freien Demokraten nun als möglichen Erfolgskandidaten. Der Politiker betont, sein Ansatz ziele auf einen Neuaufbau, nicht darauf, innerparteiliche Gegner zu demontieren.
Kubicki gab seine Kandidatur für die FDP-Spitze Ende Mai auf dem Bundesparteitag bekannt. Sein Ziel ist klar: Bis zum nächsten Frühjahr muss die Partei in Umfragen deutlich über fünf Prozent liegen. Seine Bewerbung, so argumentiert er, zeige bereits Wirkung – sie habe die fast vollständige Abwesenheit der FDP in der öffentlichen Debatte des vergangenen Jahres umgekehrt.
Seine Auftritte ziehen begeisterte Zuhörer an, wenn auch nicht immer wegen inhaltlicher Details. Stattdessen reagieren die Menschen auf die emotionale Verbindung, die sie zu ihm spüren. Obwohl er häufig als „derjenige, der Klartext redet“ angekündigt wird, lehnt Kubicki diese Bezeichnung ab – sie spiegle nicht sein Selbstverständnis wider.
Innerhalb der Partei weist Kubicki jede Spannung mit Henning Höne zurück, dem FDP-Landesvorsitzenden in Nordrhein-Westfalen. Er betont, es gehe ihm darum, Hönes Entwicklung zu fördern – nicht, ihn zu untergraben. Der Stimmungswandel, so Kubicki, habe sowohl politische Gegner als auch die Medien davon überzeugt, dass die FDP wieder zu einer relevanten Kraft werden könnte.
Der Parteitag im Mai soll über die Führung der FDP entscheiden. Sollte Kubicki erfolgreich sein, könnte seine Führung das öffentliche Bild der Partei und ihre Wahlchancen grundlegend verändern. Die Zukunft der Liberalen, so seine Überzeugung, sehe heute deutlich optimistischer aus als noch vor wenigen Wochen.






