03 May 2026, 18:20

Wasserstoff-Ausbau in Deutschland: Rechtliche Lücken blockieren die Energiewende

Ein gelbes Wasserstoff-elektrisches Auto, das vor einem Gebäude geparkt ist, umgeben von Barrieren und Bannern, mit Menschen in der Nähe und einer Pflanze in einem Topf.

Wasserstoff-Ausbau in Deutschland: Rechtliche Lücken blockieren die Energiewende

Deutschlands Umstieg auf Wasserstoff stockt – rechtliche und finanzielle Hürden bremsen den Fortschritt

Eine neue Rechtsgutachten, in Auftrag gegeben von der Thüga AG und vier Partnerunternehmen, zeigt nun Wege auf, wie die Transformation beschleunigt werden könnte. Die Ergebnisse wurden vergangene Woche Abgeordneten sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vorgelegt.

Die Thüga AG, das größte Netzwerk kommunaler Energie- und Wasserversorger in Deutschland, hat die Initiative geleitet. Das Unternehmen, das auch im Wärmebereich und bei der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge führend ist, erzielte 2023 einen Umsatz von über 53 Milliarden Euro. Gemeinsam mit seinen Partnern holte es fachkundigen Rat ein, wie Gasnetze für Wasserstoff umgerüstet werden können.

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Das von der Kanzlei Rosin Büdenbender erstellte Gutachten identifiziert kleine, aber entscheidende Anpassungen im bestehenden Recht. Diese Änderungen könnten den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft erleichtern – ohne grundlegende Reformen. Ein zentrales Problem ist die Kostenrückerstattung für neue Wasserstoff-Pipelines, die andernfalls zu höheren Gebühren für aktuelle Nutzer führen könnte.

Bisher hat Deutschland die EU-Vorgaben zur Wasserstoffverteilung noch nicht in nationales Recht umgesetzt. Zwar bietet die EU-Gasverordnung bereits Planungssicherheit für Investitionen, doch verzögern innerdeutsche Hemmnisse die notwendige Modernisierung der Infrastruktur. Ohne zügige Maßnahmen droht die Umstellung der Gasnetze – und damit die gesamte Wasserstoffwirtschaft – weiter ins Stocken zu geraten.

An der Präsentation der Ergebnisse nahmen Vertreter von CDU, SPD und FDP teil. Das Gutachten mahnt schnelle Nachbesserungen an, um weitere Rückschläge bei der Energiewende zu vermeiden.

Das Rechtsgutachten liefert einen Fahrplan, um Investitionen in Wasserstoff zu entfesseln. Gezielte Gesetzesanpassungen könnten die Kostenlast verringern und Deutschland mit den EU-Standards in Einklang bringen. Ohne diese Schritte bleibt die hiesige Wasserstoff-Infrastruktur voraussichtlich weiter hinter den Möglichkeiten zurück.

Quelle