Landshut gründet Jugendrat für mehr Mitsprache junger Menschen
Landshut treibt die Pläne zur Gründung eines Jugendrats voran – ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer jugendfreundlicheren Stadt. Im Sommer 2022 erhielt die Stadt das Siegel "Kinder- und jugendfreundliche Kommune"", das auch einen Aktionsplan zur Einrichtung des Gremiums umfasste. Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren gestalten dessen Zukunft bereits in Workshops und Arbeitsgruppen mit.
Den Auftakt bildeten Veranstaltungen in der Alten Kaserne, bei denen 16 junge Teilnehmer:innen mehr über politische Mitwirkung auf lokaler Ebene erfuhren. Themen waren unter anderem die Arbeitsweise des aktuellen Stadtrats, die Rolle der Stadtverordneten sowie Möglichkeiten für Jugendliche, sich politisch einzubringen. Als Referent:innen wirkten Vertreter:innen der Kommunalen Jugendarbeit, des Landshuter Stadtjugendrings und des Bayerischen Jugendrings mit.
In einem weiteren Workshop ging es um mögliche Strukturen und Aktivitäten des Jugendrats, der mit einem Budget von 5.000 Euro ausgestattet wird. Eine pädagogische Fachkraft des Stadtjugendrings (SJR) und eine Jugendsozialarbeiterin der Kommunalen Jugendarbeit begleiten die Gruppe bei der Ausarbeitung von Wahlverfahren und weiteren zentralen Details. Das nächste Planungstreffen ist für Ende Mai angesetzt. Bisher steht jedoch noch nicht fest, welche Institution die weitere Begleitung der Arbeitsgruppe übernehmen wird.
Der Jugendrat steht allen Interessierten offen – weitere junge Menschen sind eingeladen, mitzumachen und sich einzubringen. Mit der Umsetzung des Aktionsplans aus dem Siegel-Prozess will Landshut die Beteiligung von Jugendlichen an lokalen Entscheidungen stärken. Die nächsten Schritte konzentrieren sich darauf, das Konzept des Rats final zu verankern, bevor er offiziell an den Start geht.