Landshut schafft mit Klinik-Fusion ein Gesundheits-Großunternehmen für 5.000 Beschäftigte
Lotta SchulteLandshut schafft mit Klinik-Fusion ein Gesundheits-Großunternehmen für 5.000 Beschäftigte
Drei große Gesundheitsversorger in Landshut fusionieren zu einem kommunalen Großunternehmen
Der Stadtrat und Kreistag von Landshut haben einstimmig den Plan gebilligt, drei große Gesundheitseinrichtungen zu einem einzigen kommunalen Unternehmen zusammenzuführen. Das Vorhaben soll die medizinische Versorgung in Westniederbayern stärken und tritt voraussichtlich Anfang 2026 in Kraft. Von der Umstrukturierung werden fast 5.000 Beschäftigte betroffen sein.
Hintergrund der Entscheidung sind die wachsenden wirtschaftlichen Belastungen für das deutsche Gesundheitssystem. Durch den Zusammenschluss der Landshuter Klinikum gGmbH, der LAKUMED-Kliniken und des St.-Marien-Kinderkrankenhauses erhoffen sich die Verantwortlichen eine Vermeidung von Doppelfunktionen und eine Steigerung der Effizienz. Zum neuen Verbund gehören zudem die Kreiskrankenhäuser in Landshut-Achdorf und Vilsbiburg, die Schlossklinik Rottenburg sowie das Hospiz Vilsbiburg.
Ein gemeinsamer Betriebsratsbeschluss sichert den Mitarbeitenden einen reibungslosen Übergang. Die Fusion garantiert Arbeitsplatzsicherheit und fördert gleichzeitig die fachübergreifende Zusammenarbeit über alle Standorte hinweg. Die medizinische Strategie wurde von der Münchner Beratungsfirma Inspiring Health entwickelt, um eine hochwertige Patientenversorgung mit kosteneffizienten Strukturen zu verbinden.
Die Umsetzung beginnt am 1. Januar 2026 und erfolgt schrittweise. Jeder Standort wird das neue Modell nach und nach einführen – stets mit Fokus auf die lokalen Bedürfnisse. Ziel ist ein leistungsfähigeres und wettbewerbsstärkeres Gesundheitssystem für die Region.
Durch die Fusion entsteht ein einheitliches Kliniknetzwerk unter der Trägerschaft von Stadt und Landkreis. Es soll die medizinische Versorgung verbessern, Arbeitsplätze sichern und Ineffizienzen abbauen. Die Verantwortlichen bezeichnen den Schritt als "entscheidend für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Westniederbayern".






