LSD-Schmuggel am Flughafen München: Brite mit Magazin-Trick gescheitert
Lotta SchulteLSD-Schmuggel am Flughafen München: Brite mit Magazin-Trick gescheitert
Ein 32-jähriger Brite ist wegen versuchten Schmuggels von 1.200 LSD-Dosen von Amsterdam nach Kroatien über den Flughafen München verurteilt worden. Die Drogen waren in einem Magazin versteckt, doch ein Spürhund alarmierte Zollbeamte während eines Zwischenstopps am Flughafen München. Der Mann hatte vor, das LSD zwischen den Seiten des Magazins zu verbergen, zusammen mit drei Präzisionswaagen und wiederverschließbaren Plastiktüten. Als Bezahlung sollten ihm 2.000 Euro sowie ein kostenloser Zehntagespass für ein Techno-Festival zustehen. Als sein Koffer in Zadar verschwand, geriet er in Panik. Er versteckte sich stundenlang am Flughafen, schaltete sein Handy aus und ließ sich von einem Freund abholen, um einer Entdeckung zu entgehen. Zollbeamte am Münchner Flughafen entdeckten die Drogen bei einer Routinekontrolle. Der Mann wurde später wegen Beihilfe zum Drogenhandel und versuchten unerlaubten Transports von Betäubungsmitteln angeklagt. Er erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe, eine Geldauflage von 2.000 Euro zugunsten einer Kriminalpräventionsorganisation sowie die Anweisung, die Verfahrenskosten zu tragen. Die Drahtzieher hinter der Operation sind weiterhin unbekannt. Der Verurteilte weigerte sich, weiter mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten, und begründete dies mit Angst vor Vergeltung. Das Urteil umfasst Bewährung und finanzielle Sanktionen. Die Behörden konnten die Organisatoren des Schmuggelversuchs bisher nicht ermitteln. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Bekämpfung grenzüberschreitender Drogenhandelsnetzwerke.