Manuel Neuer fordert Revolution: Strengere Zeitregeln für mehr Tempo im Fußball
Philipp LangeBayern-Torwart Neuer will weniger Zeitspiel an Ecken - Manuel Neuer fordert Revolution: Strengere Zeitregeln für mehr Tempo im Fußball
Ehemaliger Nationaltorhüter Manuel Neuer fordert strengere Zeitvorgaben im Fußball, um Spielverzögerungen einzudämmen
Der 38-jährige Manuel Neuer, der im März 40 wird, hat sich zudem endgültig aus der Nationalmannschaft verabschiedet. Zu seinen Vorschlägen gehören schärfere Regeln bei Abstoß, Eckbällen und Freistößen, um den Spielfluss zu erhalten.
Kern seiner Ideen ist eine Acht-Sekunden-Regel für Torhüter im Ballbesitz – angelehnt an die bestehende Vorschrift. Dabei sollen Schiedsrichter die letzten fünf Sekunden laut mitzählen. Bei Verstößen würde die gegnerische Mannschaft einen Eckball erhalten.
Zudem plädiert Neuer für Zeitlimits bei Abstößen und Eckbällen, da übermäßige Verzögerungen die Fans verärgerten. Auch bei Freistößen sehe er häufig unnötige Zeitverschwendung durch die Teams.
Rückblickend auf seine Karriere räumte Neuer ein, ihm habe es vielleicht an Schnelligkeit gefehlt, doch in einer Feldspielerrolle hätte er dennoch überzeugen können. Er spekulierte über Einsätze als Innenverteidiger oder defensiver Mittelfeldspieler – mit Vergleichen zu Javi Martínez. Ein ballbesitzorientiertes Team in der Bundesliga heute, so Neuer, hätte ihm einen solchen Wechsel ermöglicht.
2011 wechselte Neuer für 30 Millionen Euro von Schalke 04 zum FC Bayern München. Sein Erbe als Torhüter bleibt unbestritten, doch seine jüngsten Vorschläge zielen darauf ab, das Spieltempo zu erhöhen.
Die geplanten Änderungen sollen Unterbrechungen verringern und die effektive Spielzeit verlängern. Würden sie umgesetzt, markierten sie einen Wandel im Umgang mit der Spielzeit im Fußball heute. Neuer, einer der besten Torhüter aller Zeiten, verleiht seinen Ideen damit besonderes Gewicht.