13 February 2026, 04:44

Marco Rubio fordert mehr Engagement von Europa bei der globalen Sicherheit

Ein Mann im Anzug und Krawatte steht lächelnd vor einer amerikanischen Flagge, mit einer Wand im Hintergrund.

US-Außenminister betont enge Beziehungen zu Europa - Marco Rubio fordert mehr Engagement von Europa bei der globalen Sicherheit

Vor der Münchner Sicherheitskonferenz betonte US-Außenminister Marco Rubio die engen Bindungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die USA ihre außenpolitische Ausrichtung anpassen und stärker darauf drängen, dass Verbündete eine aktivere Rolle bei globalen Sicherheitsherausforderungen übernehmen.

Rubio unterstrich, Europa bleibe ein zentraler Partner, und erklärte: "Europa ist uns wichtig" und "Unsere Zukunft war immer miteinander verknüpft – und das wird auch so bleiben." Gleichzeitig räumte er ein, die Welt sei in eine neue geopolitische Ära eingetreten, und erklärte das alte Weltordnungssystem für überholt.

Diese Neuausrichtung folgt auf die umstrittene Rede von Vizepräsident J.D. Vance im vergangenen Jahr in München, die europäische Führungskräfte verärgert hatte, indem sie den Nutzen multilateraler Foren infrage stellte. Rubios Kurs hingegen zeigt eine klarere Linie – insbesondere gegenüber China. Damit signalisiert er weniger strategische Rückversicherung für Europa und fordert stärkere militärische und wirtschaftliche Verpflichtungen innerhalb der NATO.

Die National Defense Strategy der USA bekräftigt zwar die Unterstützung für die NATO, macht aber deutlich, dass Verbündete bei der Bewältigung von Bedrohungen stärker in die Pflicht genommen werden sollen – bei gleichzeitig reduzierter US-Beteiligung. Dies steht im Einklang mit der Nationalen Sicherheitsstrategie von 2022, die frühere transatlantische Zusammenarbeit dafür kritisierte, US-Kerninteressen nicht ausreichend priorisiert zu haben. Unterdessen wird seit Jahren über eine Verringerung der US-Truppenpräsenz in Europa diskutiert.

Rubio betonte zudem die Notwendigkeit offener Gespräche über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen und machte klar, dass die USA von Europa erwarten, sich stärker an gemeinsamen Sicherheitsbemühungen zu beteiligen.

Die USA justieren ihre Außenpolitik neu – zwischen bewährten Bündnissen und einer härteren Haltung bei geteilten Verantwortungen. Rubios Aussagen auf der Münchner Sicherheitskonferenz spiegeln diesen Wandel wider und fordern Europa auf, sich in Verteidigung und wirtschaftlicher Zusammenarbeit stärker zu engagieren. Die Folgen dieser Entwicklung werden die transatlantischen Beziehungen in den kommenden Jahren prägen.