11 February 2026, 16:44

München rüstet sich für die Sicherheitskonferenz mit Rekordteilnahme und massiven Protesten

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform steht vor einer Menge von Menschen in schwarzen Uniformen und Masken mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund während einer Demonstration in einer Stadt.

Wie die Sicherheitskonferenz sicher bleibt - München rüstet sich für die Sicherheitskonferenz mit Rekordteilnahme und massiven Protesten

München bereitet sich auf eine seiner größten Sicherheitsoperationen vor, denn in dieser Woche beginnt die jährliche Münchner Sicherheitskonferenz. Das Treffen wird über 60 Staats- und Regierungschefs anziehen, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Mit massiven Protesten und strengen Auflagen müssen sich Anwohner und Besucher auf erhebliche Einschränkungen einstellen.

Die Konferenz hat umfassende Sicherheitsvorkehrungen in der gesamten Stadt ausgelöst. Eine Flugverbotszone erstreckt sich in einem Radius von 5,5 Kilometern um das Sendlinger Tor und umfasst damit fast die Hälfte Münchens. Drohnen sind verboten, Straßen werden gesperrt, und es gibt temporäre Absperrungen. Falsch parkende Fahrzeuge werden abgeschleppt, da flächendeckende Parkverbote in Kraft treten.

Mehr als 5.000 bayerische Polizisten sichern die Veranstaltung, unterstützt von Kräften aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Frankreich. Der Konferenzort selbst ist abgeriegelt und nur für akkreditiertes Personal zugänglich. Wer die erweiterte Sicherheitszone betritt – ob Anwohner, Geschäftsbesucher oder Krankenhauspatienten –, muss sich ausweisen und sich samt Gepäck kontrollieren lassen.

Auch mit großen Demonstrationen ist zu rechnen: Allein eine Kundgebung erwartet bis zu 100.000 Teilnehmer. Die Dimensionen des Treffens sind beispiellos – mit Vertretern aus 120 Ländern, über 65 Außenministern und mehr als 30 Verteidigungsministern. Die US-Delegation, angeführt von Außenminister Marco Rubio, umfasst über 50 Kongressabgeordnete, während Führungskräfte aus mehr als 40 internationalen Organisationen teilnehmen.

Die Münchner Sicherheitskonferenz wird die Stadt mehrere Tage lang prägen – mit strengen Kontrollen und großflächigen Protesten. Anwohner müssen sich auf Straßensperren, Parkverbote und Personalkontrollen einstellen, während die Behörden mit einem massiven Kräfteaufgebot präsent sind. Die globale Beteiligung unterstreicht die Bedeutung der Konferenz – zeigt aber auch, welche Herausforderungen sie für den lokalen Alltag mit sich bringt.