07 February 2026, 22:36

München zwischen Machtpolitik und Massenprotesten: Eine Stadt im Ausnahmezustand

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Berlin, hält Schilder und Banner hoch und fährt mit Fahrrädern an einem Gebäude mit Bögen, Säulen, Skulpturen und Bäumen vorbei.

München zwischen Machtpolitik und Massenprotesten: Eine Stadt im Ausnahmezustand

München bereitet sich auf eine Woche großer politischer Treffen und massenhafter Proteste vor

Die Münchner Sicherheitskonferenz 2024, auf der über 60 Staats- und Regierungschefs erwartet werden, findet vom 16. bis 18. Februar statt – begleitet von Dutzenden Demonstrationen. Die Behörden rechnen mit erheblichen Behinderungen, da sich mehr als 120.000 Menschen für Kundgebungen in der gesamten Stadt angemeldet haben.

Die Konferenz, an der rund 1.000 Teilnehmer aus über 115 Ländern teilnehmen, bleibt das weltweit führende Forum für sicherheitspolitische Debatten. Aus Sicherheitsgründen wird der Veranstaltungsort zur Hochsicherheitszone erklärt, mit Straßensperrungen und verstärkten Polizeipatrouillen.

Die Proteste decken ein breites Themenspektrum ab – von der Opposition gegen die iranische Regierung bis hin zu Forderungen nach Friedenspolitik, Impfpflicht-Ablehnung und der Bekämpfung von Rechtsextremismus in Deutschland. Die größte Demonstration, organisiert vom Münchner Kreis, ist für Samstag geplant und erwartet 100.000 Teilnehmer. Eine weitere Kundgebung, die sich direkt gegen die Konferenz richtet, findet ebenfalls an diesem Tag statt, mit 4.000 angemeldeten Teilnehmern.

Zusätzliche Proteste mit jeweils etwa 3.000 Teilnehmern sind am Odeonsplatz und Max-Joseph-Platz vorgesehen. Mit insgesamt 21 Demonstrationen warnen die Behörden vor einer extremen Belastung der städtischen Ressourcen. Einige Märsche könnten Teile Münchens zeitweise zum Stillstand bringen.

Die Kombination aus hochkarätiger Diplomatie und Massenprotesten wird die Infrastruktur der Stadt in dieser Woche auf die Probe stellen. Tausende Polizeikräfte werden im Einsatz sein, während Anwohner und Besucher mit Verkehrsbehinderungen rechnen müssen. Konferenz und Demonstrationen finden parallel statt – eine Woche intensiver politischer Aktivitäten steht München bevor.