Münchens Logistik-Revolution: Sauberer, leiser und effizienter Lieferverkehr bis 2035
Johanna PetersMünchens Logistik-Revolution: Sauberer, leiser und effizienter Lieferverkehr bis 2035
München stellt "Stadtlogistik-Roadmap 2035" vor – sauberer, leiser und effizienter Lieferverkehr
München hat seine Stadtlogistik-Roadmap 2035 vorgestellt, einen Plan, um Lieferungen in der Stadt umweltfreundlicher, leiser und effizienter zu gestalten. Die Strategie entstand in Abstimmung mit Unternehmen, Logistikdienstleistern, Handwerksbetrieben und lokalen Behörden. Nun hat der Mobilitätsausschuss des Stadtrats die Vorschläge gebilligt.
Die Roadmap skizziert eine Vision für eine nahezu emissionsfreie, platzsparende und lärmarme Stadtlogistik innerhalb des nächsten Jahrzehnts. Um dies zu erreichen, wird München bestehende 2L-Zonen (Lade- und Lieferzonen) und 3L-Zonen (Lade-, Liefer- und Servicezonen) ausbauen und digitalisieren. Zudem sollen weitere dieser Zonen eingerichtet werden – mit klareren Markierungen, um Fehlnutzungen zu verringern.
Ein Pilotprojekt wird die Digitalisierung der Lieferzonen testen, um unnötige Fahrbewegungen zu reduzieren und die Effizienz zu steigern. Die Stadt plant außerdem, ihr Netz an Mikro-Depots und Lastenrad-Hubs auszubauen, ergänzt durch anbieterneutrale Paketstationen unter dem Namen "München-Boxen". Anbieterunabhängige Umschlagpunkte und ein zentralisiertes kommunales Logistiksystem sollen die Abläufe zusätzlich optimieren.
Seit Herbst 2025 arbeitet München mit Branchenpartnern an Lösungen für den Schwerlastverkehr, wobei konkrete Kooperationspartner noch nicht genannt wurden. Die Roadmap bleibt ein flexibler Rahmen, dessen Projekte und Prioritäten sich durch laufende Rückmeldungen der Beteiligten weiterentwickeln sollen.
Die neue Strategie soll den Münchner Logistiksektor bis 2035 zu geringeren Emissionen, weniger Staus und reduzierter Lärmbelastung führen. Die Umsetzung hängt von der kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wirtschaft und Transportdienstleistern ab. Mit Fortschritt der Pilotprojekte und Konsultationen sind weitere Anpassungen des Plans zu erwarten.