Münchens Mietpreise explodieren: Warum Wohnen für viele unbezahlbar wird
Philipp LangeMünchens Mietpreise explodieren: Warum Wohnen für viele unbezahlbar wird
München bleibt eine der teuersten Städte Deutschlands für Mieter. Familien, Singles und Paare kämpfen weiterhin mit hohen Kosten, da die Nachfrage das verfügbare Wohnraumangebot bei Weitem übersteigt. Die Preise sind in den letzten Jahren stark gestiegen, sodass viele Schwierigkeiten haben, bezahlbaren Wohnraum zu finden.
In den vergangenen fünf Jahren sind die Mieten in München um etwa 20 bis 30 Prozent explodiert. Die hohe Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot hat diesen Anstieg vorangetrieben und die durchschnittlichen Kosten auf rund 25 Euro pro Quadratmeter getrieben. Versuche, die Situation zu entspannen – wie der inzwischen gescheiterte Mietendeckel – wurden 2024 gekippt, sodass Mieter nun mit weniger Schutz dastehen.
Während unbemöbelte Wohnungen unter die Mietpreisbremse fallen, unterliegen möblierte Kurzzeitvermietungen nicht diesen Regelungen und sind daher oft deutlich teurer. Die Unterschiede zwischen den Stadtteilen sind enorm: In Fürstenried kostet eine Neubau-Einzimmerwohnung unter 1.000 Euro, während dieselbe Wohnung in Haidhausen etwa 1.250 Euro verschlingt. Größere Wohnungen, wie eine Vier-Zimmer-Wohnung mit 90 Quadratmetern in Hasenbergl, sind mit unter 2.000 Euro noch vergleichsweise günstig.
Die Behörden haben Gegenmaßnahmen ergriffen, etwa höhere Sozialwohnungsquoten und Fördergelder für den Neubau. Doch da die Preise weiter steigen, können sich viele Bewohner die zentralen Stadtviertel schlicht nicht mehr leisten.
Die angespannte Wohnraumsituation in München zeigt keine Anzeichen für eine baldige Entspannung. Zwar sollen staatlich geförderte Projekte das Angebot erhöhen, doch in den meisten Stadtteilen bleiben die Mieten auf hohem Niveau. Für Mieter bedeutet das: Je nach Lage und Wohnungstyp entscheidet sich, ob die Kosten noch tragbar sind – oder ob sie zur finanziellen Belastung werden.